Außenkamera
Zuletzt aktualisiert: 6. Juli 2020

Unsere Vorgehensweise

14Analysierte Produkte

22Stunden investiert

4Studien recherchiert

61Kommentare gesammelt

Außenkameras sind Überwachungskameras, welche draußen eingesetzt werden. Sie sind für den Einsatz in Gärten, Einfahrten, Parkplätzen, usw. geeignet. Die Außenkamera unterstützt beim Schutz vor Diebstahl, Einbruch und Vandalismus. Auch in der Nacht kann die Außenkamera dank Nachtsicht oder Beleuchtung eingesetzt werden. Regen und schlechtes Wetter sind ebenso kein Problem für sie, da diese wetterfest gebaut sind.

Es werden unzählige verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Funktionen angeboten. Daher ist es sehr wichtig die passende Überwachungskamera auszuwählen, weshalb wir mit unserem Außenkamera-Test 2020 die Auswahl vereinfachen wollen. Wir haben mehrere Analog- sowie IP-Außenkameras (WLAN- und LAN-Außenkameras) miteinander verglichen und einige Vor- und Nachteile festgestellt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Außenkameras werden zur Überwachung von Außenbereichen verwendet. Sie bieten Sicherheit und Schutz vor unerwünschten Personen. Dank Bewegungsmelder können sie automatisch erkennen, wenn jemand den überwachten Bereich betritt.
  • Grundsätzlich wird zwischen Analog-Außenkameras und IP-Außenkameras unterschieden. Letztere sind etwas moderner und weiter verbreitet, doch auch Analog-Außenkameras haben ihre Vorteile.
  • Beim Kauf einer Außenkamera sollte besonders auf die Bildqualität, d. h. die Auflösung, der Blickwinkel und die Nachtsicht, geachtet werden. Es bringt nichts eine Außenkamera zu kaufen, wenn nachher nichts auf dem Bild zu erkennen ist.

Außenkamera Test: Favoriten der Redaktion

Die beste WLAN-Außenkamera

Die Wansview Überwachungskamera bietet viele Funktionen für einen tiefen Preis. Bilder werden in 1080p Full HD aufgenommen. Auch in der Nacht entsteht ein scharfes Bild, durch Infrarot-LEDs. Sie hat einen Bewegungsmelder, welcher via App Benachrichtigungen verschickt. Aufnahmen können entweder in einer microSD-Karte oder in einer Cloud gespeichert werden. Auch ist sie mit Alexa kompatibel und hat eine Gegensprechfunktion.

Die WLAN-Außenkamera von Wansview bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, vor allem wenn sie mit Alexa kombiniert werden kann. Sie hat viele nützliche Funktionen und ist dennoch günstig.

Das beste Komplettsystem

Das Arlo Sicherheitsset ist mit einer, zwei oder drei Außenkameras erhältlich. Es können jedoch einzeln noch mehr Kameras dazu erworben werden. Die Überwachungskameras sind kabellos und funktionieren über Wi-Fi. Aufzeichnungen werden in 720p HD gemacht. Das System nutzt eine App für den Bewegungsmelder, welche den ersten Monat kostenlos ist. Auch wird ein kostenloser Cloud-Speicher angeboten.

Wer sich ein System mit Cloud-Speicher wünscht, den wird das Außenkameraset von Arlo nicht enttäuschen. Es können bis zu 7 Tage Videoaufnahmen auf der Cloud kostenlos gespeichert werden, was völlig ausreichen sollte.

Die beste Außenkamera mit Akku

Was den Akku der Außenkamera von Zeetopin über andere Außenkameras mit Akku setzt, ist das dazu gehörige Solarpanel. Dieser versorgt die 6700 mAh starke Batterie mit genügend Strom. Die Bewegungserkennung nutzt einen PIR-Sensor, welcher auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut funktioniert. Die Außenkamera ist mit einem SD-Slot ausgerüstet, worauf Bilder in 1080p HD gespeichert werden.

Zeetopins Außenkamera ist geeignet, wenn kein Stromanschluss vorhanden ist. Dank des Solarpanels wird die Außenkamera dennoch mit Energie versorgt und spart sogar noch bei der Stromrechnung Ende Monat.

Die beste allrounder Außenkamera

Die IP-Außenkamera von INSTAR bietet viel freiheit. Sie hat Infrarot-Sensoren für die Nacht, welche sich ein- und ausschalten lassen. Die Daten werden entweder mit WLAN oder LAN übertragen. Der Zugriff ist auch über Smartphone möglich. Gespeichert werden die Aufnahmen auf einer microSD oder in einer Cloud. Bei Alarm wird eine Push-Benachrichtigung oder eine E-Mail verschickt. Aufzeichnungen werden in 720p HD gemacht.

Die INSTAR IN-5907HD ist eine IP-Außenkamera, die alles kann, was eine Außenkamera können muss. Sie ist vielseitig und mit mehreren Systemen kompatibel, weshalb sie einfach in bereits vorhandene Überwachungssysteme integriert werden kann.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Außenkamera kaufst

Warum eine Außenkamera kaufen?

Außenkameras bieten Sicherheit und Schutz: Sie wirken abschreckend auf Kriminelle, mit Hilfe von Bewegungsmeldern wird frühzeitig gewarnt und die Aufnahmen können als Beweismaterial gebraucht werden.

Ein Haus, welches mit Außenkameras bestückt ist, wirkt nicht sehr einladend auf Diebe. Die Gefahr erwischt zu werden ist viel höher, weshalb die meisten Diebe es lieber nicht riskieren in ein videoüberwachtes Haus einzubrechen.

außenkamera-test-1

Außenkameras wirken abschreckend und bieten daher hohen Schutz vor Diebstahl, Einbruch und Vandalismus.
(Bildquelle: unsplash.com / Lianhao Qu)

Sollte doch eine unerwünschte Person versuchen ein Grundstück zu betreten, welches Überwacht wird, kann die Außenkamera durch Bewegungsmelder alarmieren. Dies ermöglicht frühzeizig die Polizei zu kontaktieren und sich in Sicherheit zu bringen.

Falls ein Schaden zu Stande kommt, sei es Diebstahl oder sonst einer Art, kann das Videomaterial als Beweismittel hinterlegt werden.

Doch sind Außenkameras nicht nur gegen Kriminalität nützlich. Sie ermöglichen aus der Ferne zuzuschauen, um z. B. ein Auge auf Kinder zu werfen. Als anderes Beispiel der Urlaub: Mit einem Blick lässt sich kontrollieren ob Zuhause alles in Ordnung ist.

Wie viele Außenkameras brauchst du?

Das hängt von der Fläche ab, die überwacht werden soll. Eingänge, Garagen und leicht erreichbare Fenster sollten hier Priorität haben. Idealerweise wird das ganze Grundstück überwacht.

Die Anzahl Außenkameras wird so gewählt, dass die Blickwinkel die überwachte Fläche optimal abdecken.

Um zu bestimmen, wie viele Überwachungskameras benötigt werden spielen auch der Blickwinkel und die Auflösung eine Rolle. Diese Kriterien tragen dazu bei, welche Fläche eine Außenkamera abdecken kann. Dazu unter Bildqualität mehr.

außenkamera-test-2

Falls der zu überwachende Bereich viele tote Winkel hat, müssen mehr Außenkameras montiert werden.
(Bildquelle: unsplash.com / Florian Olivo)

Wo werden die Aufnahmen der Außenkamera gespeichert?

Es gibt drei unterschiedliche Speicherarten:

  • Lokales Speichern: Bei der Lokalen Speicherung wird das Videomaterial direkt auf der Außenkamera gespeichert. Die herkömmlichste Art ist durch eine SD-Karte bzw. microSD-Karte. Um die Aufnahmen anschließend ansehen zu können, braucht es ein Gerät (z. B. Computer) mit dem dazu passenden Anschluss. Der Vorteil: Die Außenkamera ist unabhängig von anderen Geräten und das Speichern versagt nur, wenn mit ihr selbst etwas nicht stimmt.
  • Cloud: Einige Verkäufer bieten zur Außenkamera einen Cloud-Service an. In diesem Fall kümmert sich der Verkäufer um die Speicherung der Aufzeichnungen. Praktisch ist, dass die Aufnahmen ganz einfach auf jedem Gerät mit Internetempfang heruntergeladen werden können. Hingegen kann der Cloud-Service in einigen Fällen kostenpflichtig sein. Dafür wird sichergestellt, dass die Aufnahmen nicht verloren gehen oder gestohlen werden.
  • Externes Speichern: Die letzte Variante ist die Speicherung auf einem externen Gerät. Anstatt eine SD-Karte zu benutzen, wird das Videomaterial direkt auf einem Computer, Handy, etc. gespeichert. Der Vorteil ist, dass die Aufzeichnungen nicht bei einer fremden Firma gespeichert sind, sondern auf den eigenen Geräten.

Was kostet eine Außenkamera?

Die Preisspanne für Außenkameras ist sehr groß und hängt stark von der Qualität ab. Auch spielen die Anzahl Funktionen sowie Bildqualität eine Rolle für den Preis. Günstigere Modelle kosten eher um die 30 € und aufsteigend, wobei für die teuersten Modelle bis zu 400 € und mehr verlangt werden kann. Für Außenkamera Sets kann der Preis natürlich noch höher steigen.

Bauform Preisspanne
Bullet-Kamera 30-400 €
Dome-Kamera 50-400 €
PTZ-Außenkamera 70-400 €

Je nach Bauform variiert der Preis ebenfalls. Außenkameras mit Wandarm, sogenannte Bullet-Kameras, sind ab 30 € zu haben.

Auch Dome-Kameras sind relativ billig. Ihr Merkmal ist das halbrunde Gehäuse. Das getönte Glas macht es schwieriger zu erkennen, in welche Richtung die Außenkamera gerichtet ist. Aus diesem Grund sind Dome-Kameras ab rund 50 € erhältlich.

PTZ-Außenkameras sind die teuersten mit Preisen ab etwa 70 €. P steht für pan, was übersetzt schwenken bedeutet, das T bedeutet tilt (neigen) und das Z steht für Zoom. Somit ist eine Außenkamera gemeint die Steuerbar ist, darum auch der höhere Preis.

Wo kann ich Außenkameras kaufen?

Außenkameras sind einerseits in Geschäften zu finden, welche auf Sicherheit spezialisiert sind. Normalerweise sind sie aber auch bei den meisten Elektronikhändlern erhältlich. Hier eine kleine Liste von Online-Elektronikhändlern:

  • amazon.de
  • obi.de
  • mediamarkt.de
  • ebay.de
  • bauhaus.info

Was sind die gesetzlichen Vorschriften?

Es ist verboten mit Videokameras öffentliche Plätze zu überwachen, da dies gegen den Personen- und Datenschutz anderer Personen verstoßen kann. Der Einsatz von Außenkameras im privaten Raum ist hingegen gestattet.

Darauf muss geachtet werden: Die Personen, welche überwacht werden, müssen damit einverstanden sein gefilmt zu werden. Zum Beispiel können dies Familienmitglieder, Mieter oder Mitbewohner sein.

Am besten sollte auf dem Grundstück ein Schild angebracht werden, welches über die Videoüberwachung informiert.

Welche Alternativen zu einer Außenkamera gibt es?

Es gibt nicht viele Produkte, die das Gleiche bewirken wie eine Außenkamera. Doch hier zwei Alternativen:

  • Die Alarmanlage bietet genauso wie die Außenkamera viel Sicherheit. Durch eine Sirene schreckt die Alarmanlage mindestens genauso gut ab. Gewisse Modelle kontaktieren auch automatisch die Polizei, was sehr Effizient ist. Hingegen hat die Alarmanlage im Gegensatz zur Außenkamera keine Videobeweise.
  • Die Kamera-Attrappe ist eine andere mögliche Wahl. Sie schreckt genauso wie die Außenkamera ab, bietet jedoch nicht mehr. Falls das Abschrecken nicht gelingt, ist die Attrappe nutzlos. Dafür ist sie um einiges günstiger als die anderen beiden Alternativen.

Entscheidung: Welche Arten von Außenkameras gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann zwischen zwei Arten von Außenkameras unterschieden werden:

  • Analog-Außenkameras
  • IP-Außenkameras
    • WLAN-Außenkameras
    • LAN-Außenkameras

Diese beiden Varianten unterscheiden sich in der Art der Übertragung. Aufnahmen können entweder analog oder digital übertragen und gespeichert werden. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Um eine Kaufentscheidung zu vereinfachen, werden die verschieden Arten von Überwachungskameras in den folgenden Abschnitten genauer erläutert.

Was zeichnet eine Analog-Außenkamera aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Wie der Name es schon sagt, überträgt eine Außenkamera dieser Art ihre Bilder analog. Das bedeutet sie benutzt entweder TV- oder Stromkabel zur Übermittlung von Bildern. Analog-Außenkameras sind somit nicht mit dem Internet verbunden.

Vorteile
  • Schutz vor Hacker
  • Bessere Übertragungsqualität
  • Speicherung der Aufnahmen in digitaler Form dennoch möglich
Nachteile
  • Kabel müssen verlegt werden
  • Veraltete Technologie
  • Analoge Speicherung ist umständlich

Da die Analog-Außenkameras nicht mit dem Internet verbunden sind, sind die Aufzeichnungen vor Hackern geschützt. Sie können weder durch Hacker gestohlen noch gelöscht werden. Auch können die analogen Überwachungskameras nicht über das Netz lahmgelegt werden. Somit sind Analog-Außenkameras sehr zuverlässig.

Die Kabel bieten auch eine bessere Übertragungsgeschwindigkeit. Das ist sehr wichtig, wenn die Bilder live angeschaut werden. Dadurch können in Echtzeit auch bessere Bilder gesendet werden mit einer höheren Bilderrate.

Dennoch ist die analoge Speicherung von Aufnahmen sehr umständlich und veraltet, da hierfür Videokassetten benötigt werden. Diese brauchen viel Platz und werden in anderen Bereichen üblicherweise nicht mehr gebraucht.

Doch dank CCTV-Systemen können analoge Kamerasignale digitalisiert werden und somit in digitaler Form gespeichert und abgespielt werden. CCTV steht für Closed Circuit Television, was als geschlossene Leitung übersetzt werden kann. In diesem Fall wird die Analog-Außenkamera an ein Computersystem angeschlossen, welches die analogen Bilder digitalisiert.

Was zeichnet eine IP-Überwachungskamera aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Im Gegensatz zu Analog-Außenkameras sind IP-Außenkameras etwas moderner. Sie produzieren digitale Bilder und sind mit dem Internet verbunden. IP steht hier für Internet Protocol, weshalb IP-Kameras auch als Netzwerkkameras bezeichnet werden.

Vorteile
  • Speicherung ist simpel
  • Mit vielen Geräten kompatibel
  • Aufnahmen können unkompliziert abgerufen werden
  • Auch am anderen Ende der Welt abrufbar
Nachteile
  • Router kann überlasten bei zu vielen Außenkameras
  • Hacker können Zugriff erlangen
  • Wenn das Netzwerk ausfällt, besteht kein Signal mehr

Da IP-Außenkameras Bilder bereits in digitaler Form senden, brauchen diese nicht umgewandelt zu werden. Somit können die Aufnahmen ganz simpel und automatisch gespeichert werden. Auch können heutzutage viele Elektronikgeräte (Computer, Tablet, TV, Smartphone, etc.) diese Aufzeichnungen abspielen und speichern. Dank der Cloud können Übertragungen sogar überall auf der Welt abgespielt werden, z. B. im Urlaub.

Hier muss auch wieder zwischen zwei Arten von Außenkameras unterschieden werden. Die WLAN-Außenkamera ist eine kabellose Überwachungskamera. Hingegen verbindet ein Internetkabel die LAN-Außenkamera mit dem Netzwerk. Auch diese beiden Varianten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Typ Vorteil
WLAN-Außenkamera Ist nicht kabelgebunden
LAN-Außenkamera Schnellere und sicherere Verbindung

Die WLAN-Außenkamera ist wie schon erwähnt nicht kabelgebunden und kann deswegen problemlos überall angebracht werden, solange sie Empfang hat. Das erspart viel Zeit und Mühe, da keine Kabel verlegt werden müssen.

Die LAN-Außenkamera hingegen garantiert, ähnlich wie analoge Überwachungskameras, eine schnellere und sicherere Verbindung zum Router. Signalstörungen treten seltener auf und die Bildübertragung ist besser.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Außenkameras vergleichen und bewerten

Es werden unzählige verschiedene Überwachungskameras angeboten. Da kann es schnell unübersichtlich werden, weshalb anschließend einige Aspekte aufgelistet sind, welche den Kauf einer Außenkamera vereinfachen sollen.

Auf die folgenden Kaufkriterien sollte beim Vergleich von Außenkameras geachtet werden:

In den Folgenden Absätzen wird genauer erklärt, worauf es bei den verschiedenen Kaufkriterien ankommt.

Bildqualität

Die Bildqualität kann in drei Aspekte unterteilt werden:

  • Auflösung: Nicht jeder Fall erfordert eine hohe Auflösung. Ist der Bereich, der überwacht werden soll, eher nah an der Außenkamera, so ist keine hohe Bildauflösung nötig. Die meisten Überwachungskameras bieten zwischen 720p und 4K Auflösung. Generell gilt: Je weiter weg die beobachtete Fläche, desto höher muss die Auflösung sein.
  • Der Blickwinkel geht mit der Auflösung einher. Ist die überwachte Fläche weit entfernt vom Standort der Außenkamera, genügt ein kleiner Blickwinkel. Ist der Bereich jedoch in der Nähe, braucht es einen größeren Blickwinkel. Angebotene Blickwinkel reichen von 10 bis zu 360 Grad.
  • Nachtsicht: Falls Lampen vorhanden sind, die die ganze Nacht anbleiben oder die Außenkamera mit Licht ausgerüstet ist, braucht es grundsätzlich keine Nachtsichtfunktion. Falls die Außenkamera keine LED-Strahler besitzt und es sehr dunkel ist, ergibt eine Nachtsichtfunktion durchaus Sinn. Durch Infrarot-Sensoren können Überwachungskameras auch Nachts Bilder mit genügender Qualität erzeugen.

Stromversorgung

Generell gibt es zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Außenkameras mit Akku oder mit Stromkabel.

Batteriebetriebene Überwachungskameras sind praktisch, da sie drahtlos sind.

Außenkameras mit Akku können überall platziert werden und sind nicht durch die Reichweite des Stromkabels limitiert. Allerdings laufen batteriebetriebene Außenkameras normalerweise nicht andauernd, um Akku zu sparen. Solche Außenkameras schalten sich automatisch mit Hilfe eines Bewegungsmelders ein.

Wie lange ein Akku die Überwachungskamera mit Strom versorgen kann, variiert stark. Es hängt nicht nur vom Akku selbst ab, sondern auch wie oft und wie lange die Außenkamera eingeschaltet wird.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Varianten mit Stromkabel. Hier muss beachtet werden, dass eine passende Steckdose in Reichweite ist. Allerdings können diese Außenkameras andauernd laufen. Sollte jedoch der Strom ausfallen, fallen auch die Außenkameras aus.

Speicherort

Wie im Ratgeber schon erläutert, gibt es drei Alternativen für das Speichern von Aufnahmen. Falls du mehr über die einzelnen Speicherarten erfahren möchtest: Im Ratgeber wird erklärt was genau jede Alternative ausmacht und was die Vorteile sind.

  • Lokales Speichern: Die gängigste Art von lokalen Speichern ist durch SD-Karte. Diese haben je nach Version zwischen 8 GB und 2 TB Speicherplatz. Dabei hat die Bildauflösung einen Einfluss auf die große der Videoaufzeichnungen. Je schärfer die Auflösung, desto mehr Speicherplatz brauchen die Aufnahmen.
  • Cloud: Das Speichern in der Cloud ist sehr praktisch, da keine komplizierte Installation notwendig ist. Der Anbieter kümmert sich um die Verbindung der Außenkamera und sorgt dafür, dass die Aufzeichnungen gespeichert werden. Allerdings ist ein Cloud-Service normalerweise kostenpflichtig. Für das Speichern auf einer Cloud werden zwischen 5 € und 30 € monatlich pro Außenkamera verlangt.
  • Externes Speichern: Es ist allerdings auch möglich die Aufnahmen eigenständig und ohne SD-Karte zu speichern. Hier werden die Videoaufnahmen über das Netzwerk an das gewünschte Gerät (z. B. Computer) gesendet und dort gespeichert. Die Installation und Verbindung der Geräte muss hingegen auch eigenständig gemacht werden. Wie viel Speicherplatz erhältlich ist, hängt dann vom verbundenen Gerät ab.

Bewegungsmelder

Ein Bewegungsmelder kann von Vorteil sein um Strom bzw. Akku zu sparen. Dank des Bewegungsmelders können Außenkameras im Standby-Modus bleiben. Sie aktivieren sich erst, wenn eine Bewegung erkannt wird. Es kann auch eine Meldung, z. B. via App, gesendet werden.

Auch wird Kamera-Bewegungserkennung angeboten. Diese funktioniert durch Pixelanalyse, ist jedoch qualitativ nicht so gut wie ein richtiger Bewegungsmelder. Wechselnde Lichtverhältnisse (z. B. Auto-Scheinwerfer) können solche Bewegungserkennung-Softwares auslösen ohne, dass wirklich eine Bewegung stattfindet.

Wasserdicht

Wenn eine Überwachungskamera draußen platziert werden soll, muss sie in den meisten Fällen auch wetterfest sein. IP-Codes, welche nicht mit IP-Außenkameras verwechselt werden sollten, sind hier die Norm. Sie bestimmen den Schutzgrad von elektronischen Geräten.

IP-Codes haben immer zwei Ziffern (z. B. IP-66). Die erste steht für den Schutzgrad gegen Berührung. Für Außenkameras ist besonders die zweite wichtig. Diese steht für den Schutzgrad gegen Wasser. Hier eine Tabelle für den Schutzgrad gegen Wasser:

Zweite Kennziffer des IP-Codes – Schutz gegen Wasser

2. Kennziffer Bedeutung: Schutz gegen Wasser
0 kein Schutz
1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
3 Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerndes Untertauchen
9 Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, speziell Landwirtschaft

Quelle: wikipedia.org

Eine Außenkamera sollte also mindestens mit einer 2. Kennziffer von 4 gekennzeichnet sein. Je größer die zweite Ziffer, umso wasserdichter ist die Außenkamera. Mehr als “Schutz gegen starkes Strahlwasser” (6) ist allerdings nicht nötig.

Hier noch ein Video mit ein paar weiteren Tipps die beim Kauf einer Außenkamera helfen können.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Außenkamera

Wo soll die Außenkamera angebracht werden?

Der Bereich der Überwacht wird ist entscheidend. Auch muss auf die Auflösung und den Blickwinkel geachtet werden. Es ist empfehlenswert dazu unter Bildqualität mehr zu lesen, um das Verständnis zu vereinfachen.

Die Überwachungskamera sollte so platziert werden, dass sich der ganze Bereich im Blickfeld befindet und das Bild scharf übertragen wird.

Dabei spielt auch die Höhe eine große Rolle. Die Außenkamera sollte nicht leicht für Diebe erreichbar sein. Hingegen darf sie auch nicht zu hoch platziert werden, sonst wird das Bild unscharf und Gesichter somit nicht erkennbar.

Falls möglich, sollten auf jeden Fall verschiedene Höhen getestet werden, um den besten Kompromiss zwischen Schutz vor Sabotage und Bildschärfe für die Gesichtserkennung zu erreichen. Als Faustregel gelten ca. 3 Meter über dem Boden.

Wie tarne ich eine Außenkamera?

Es ist schwierig eine Außenkamera effizient zu tarnen, denn die meisten sind eher groß und auffällig. Mini-Kameras sind einfacher zu tarnen, da sie durch ihre Größe fast überall reinpassen. Hingegen gehen Bildqualität und andere Funktionen für die kleine Größe verloren.

Am einfachsten ist es, eine bereits getarnte Außenkamera zu kaufen. Diese sind in andere Objekte, wie z. B. Lampen, verbaut.

Im Grunde ist es aber nicht nötig eine Außenkamera zu tarnen, denn ein Vorteil ist, dass sie abschreckend wirken. Dafür müssen sie aber auch zu erkennen sein.

Die Außenkamera beschlägt: Was tun?

Wenn die Linse öfters von Außen beschlägt, z. B. weil die Sonne morgens darauf scheint, sollte sie eventuell umplatziert werden.

Ein weitaus größeres Problem ist, wenn die Linse von innen beschlägt, d. h. es befindet sich Wasser in der Außenkamera. Hier hilft nur sie trocknen zu lassen. Reis kann dabei sehr nützlich sein. Sollte die Linse jedoch öfters beschlagen, ist die Außenkamera nicht (mehr) wasserdicht. Sie sollte durch eine wasserdichte Variante ersetzt werden.

Außenkamera-3

Der Grund, warum eine Linse beschlägt, ist, weil ein zu großer Temperaturunterschied zwischen der Überwachungskamera und der Außentemperatur entsteht.
(Bildquelle: unsplash.com / Bernard Hermant)

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberwachungskamera#Weblinks

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkkamera

[3] https://de.wikihow.com/Eine-%C3%9Cberwachungskamera-im-Haus-installieren

[4] https://de.wikihow.com/Eine-%C3%9Cberwachungskamera-im-Freien-verstecken

Bildquelle: Zpink/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Erik hat Informatik studiert und bloggt über verschiedene Sicherheitssysteme. Er kennt sich nicht nur mit digitalen Sicherheitssystemen aus, sondern auch mit Schlössen und Einbruchschutz.