IP Kamera outdoor
Zuletzt aktualisiert: 8. Mai 2020

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Besonders Eigenheimbesitzer sind sich oft unsicher, ob möglicherweise das eigene Haus Ziel von Einbrechern werden könnte. Eine IP-Kamera zur Überwachung kann Abhilfe schaffen. Einfach nur um besser schlafen zu können oder um tatsächliche Verbrecher erfassen zu können, eine IP-Kamera für den Outdoorbereich kann es dir leichter machen. Aber so eine Kamera kann auch auf ganz andere Weise genutzt werden, z. B. um unerwarteten Besuch bereits vorher zu identifizieren.

Unserer großer Outdoor-IP-Kamera-Test 2020 soll dich dabei unterstützen, eine passende Überwachungskamera für dich zu finden. Wir haben Tube- und Dome-Kameras miteinander verglichen und dir die Vor- und Nachteile aufgelistet. Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich machen.



Das Wichtigste in Kürze

  • IP-Kameras für den Outdoorbereich eignen sich gut zum Erfassen von Einbrecher und anderen potenziellen Kriminellen, die sich auf deinem Grundstück befinden. Aber sie können auch z. B. als Gegensprechanlage für Besuch genutzt werden.
  • In jedem Fall darfst du nur dein eigenes Grundstück überwachen. Deine Nachbarn und der öffentliche Raum dürfen durch deine IP-Kamera nicht gefilmt werden.
  • Je nachdem wie gut sichtbar eine Überwachungskamera positioniert ist, kann sie auch zur Abschreckung dienen.

IP Kamera Outdoor Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Allrounder unter den IP-Kameras

Die Reolink RLC-410-5MP IP-Kamera hat alle wichtigen Eigenschaften einer Netzwerkkamera in einem. Sie verfügt über einen PoE-Anschluss und benötigt damit wenig Kabel beim Installieren. Der integrierte Nachtsichtmodus ermöglicht auch in der Dunkelheit bis zu 30m Entfernung scharfe Bilder und auch das Wetter kann der IP66-zertifizierten Kamera nichts anhaben.

Wenn du also nach einer geeigneten Überwachungskamera für draußen bist, dann bist du mit diesem Exemplar immer gut beraten.

Die beste Dome-Netzwerkkamera

Die Anpviz Dome-Kamera kann mit ihrem 108° weitem Aufnahmewinkel auch größere Bereiche ohne Verzögerung erfassen. Ein Bewegungsmelder liefert dir außerdem stets die aktuellen Bilder auf dein Handy, wenn jemand die Überwachungskamera passiert hat. Die verlässliche 5MP-Kamera verfügt außerdem auch über einen Nachtmodus.

Diese IP-Kamera ist also genau richtig für dich, wenn du nach multifunktionalen Kamera in Kuppelform suchst.

Die beste IP-Kamera mit Gegensprechfunktion

Die Foscam G4P Netzwerkkamera hat neben einer scharfen Kamera, die tagsüber und nachts zuverlässlig überwacht, auch ein Zweiwege-Audiosystem. So kannst du diese Kamera auch als Gegensprechanlage nutzen und mit den Personen vor deiner Tür kommunizieren. Die gespeicherten Aufnahmen sind sowohl über die App als auch den SD-Kartenspeicher abrufbar und damit gut gesichert.

Du magst mit deiner IP-Kamera mehr als nur überwachen? Dann ist diese Kamera ideal für dich.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Outdoor Netzwerkkamera kaufst

Was ist eine IP Kamera?

Eine IP-Überwachungskamera wird auch Netzwerkkamera genannt, da sie an das Heimnetz angeschlossen wird. So kann die Kamera vom Rechner oder Smartphone aus bequem ferngesteuert werden. Zu den meisten IP-Kameras wird eine entsprechende Software mitgeliefert. Das macht die Nutzung gegenüber analoge Videokameras sehr komfortabel.

IP Kamera outdoor-1

Die beiden Arten von IP-Kameras sehen nicht nur unterschiedlich aus, sondern werden auch für verschiedene Zwecke genutzt.
(Bildquelle: pixabay.com / simell1968)

Viele IP-Kameras ermöglichen auch, dass das gesammelte Bildmaterial in einer Cloud gespeichert wird und so direkt vom Schreibtisch aus abgerufen werden kann.

Wofür eignet sich eine IP Kamera Outdoor?

Um den Bedürfnissen einer Überwachungskamera im Freien gerecht zu werden, gibt es speziell dafür konstruierte IP-Kameras.

Für die Überwachung im Freien muss deine IP-Kamera wetterfest sein.

Diese verfügen über ein wetterfestes Gehäuse, um auch bei Wind und Wetter ihre Umgebung aufzuzeichnen. Häufig können Outdoor IP-Kameras auch mit Akkus oder auch Solarzellen betrieben werden und es braucht so keinen Stromanschluss.

Insgesamt sollte im Außenbereich stets auch eine Outdoor Überwachungskamera genutzt werden. Ansonsten kommt es schnell zu Verschleiß und suboptimalem Bildmaterial.

Was darfst du überhaupt überwachen und was nicht?

Bevor du dir eine IP Kamera installierst, muss du dir im Klaren sein, was du filmen möchtest und ob du das überhaupt darfst. Grundsätzlich ist das Anbringen einer Überwachungskamera im privaten Raum ohne weitere Zulassung erlaubt. Wichtig ist jedoch, dass du nur auf deinem eigenen Grundstück filmst und nicht das deiner Nachbarn. Du darfst also nicht den Zugangsweg oder gar den öffentlichen Bereich observieren. Auch deine eigene Haus- oder Wohnungstür darfst du nur überwachen, wenn der Bereich davor dir allein gehört und du diesen nicht mit deinen Nachbarn teilst.

Du darfst nur dein Grundstück überwachen.

Was kostet eine Outdoor IP-Kamera?

Bereits ab 40 bis 50 Euro kannst du funktionelle IP-Kameras für Draußen erwerben. Wenn du aber beispielsweise die eine Überwachungskamera mit integrierter Gegensprechanlage oder ähnlicher Ausstattung nutzen möchtest, kann diese auch bis zu 150 bis 200 Euro im Privatgebrauch kosten.

Neben den Anschaffungskosten musst du aber auch die Betriebskosten einer Netzwerkkamera mit einbeziehen. Die Kamera läuft in der Regel durchgängig und kostet so auch einiges an Strom.

Posten anfallende Kosten
Anschaffung ab 50 €
Betrieb fortlaufend, abhängig vom Stromanbieter

Wo kann man IP Kameras kaufen?

Grundsätzlich kannst du IP-Kameras überall dort kaufen, wo es Technik gibt. Neben dem Technikfachhandel deines Vertrauens sind sie auch in zahlreichen Online-Shops sowie im Einzelhandel erhältlich.

Im Folgenden listen wir dir einige Händler von Netzwerkkameras auf.

  • Amazon
  • Conrad
  • Pearl
  • Saturn
  • Media Markt
  • Lidl
  • Otto

Was für Alternativen zu Outdoor IP-Kameras gibt es?

Alternativ zu einer Netzwerkkamera kann auch eine handelsübliche Webcam mit Speicherkarte zur Überwachung eingesetzt werden. Diese sind jedoch selten für die Verwendung im Freien gut geeignet und müssen dazu seperat abgesichert oder hinter einem Fenster angebracht werden.

Entscheidung: Welche Arten von IP Kameras für den Außeneinsatz gibt es und welche ist die richtige für dich?

Was zeichnet eine Tube-Kamera aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Das klassische Modell von Überwachungskameras sind Tube-Kameras, auch Bullet-Kameras genannt, die mit einem typischen Wandarm montiert sind. Sie sind damit sehr auffällig. Damit sind sie insgesamt mehr zur Abschreckung als zur eigentlichen Obserservation geeignet.

IP-Kameras mit Wandarm dienen vor allem zur Abschreckung.

Durch ihre Konstruktion sind auch immer tote Winkel, die nicht erfasst werden können, vorhanden. Die Befestigung mit dem Wandarm macht es zu dem einfach, die Kamera mit grober Gewalt zu beschädigen. Die interne Technik unterscheidet sich ansonsten nicht weiter. So liefern sie gutes Bildmaterial und potenzielle Kriminelle können entdeckt werden.

Vorteile
  • Zur Abschreckung sinnvoll
  • Voll funktionsfähig
Nachteile
  • Sehr auffällig
  • Keine Rundum-Ansicht
  • Leicht zu beschädigen

Was zeichnet eine Dome-Kamera aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Deutlich unauffälliger und verdeckter arbeiten Dome-Kameras. Diese zeichnen sich durch ihr rundes Design auf und die dunkle Kuppel ist von außen nicht nachvollziehbar, welcher Bereich tatsächlich überwacht wird. Grundsätzlich erlaubt diese Art von IP Kamera damit auch eine 360° Aufnahme, jedoch wird dies nur durch die interne Schwenkung der Kamera ermöglicht. Damit werden meistens trotzdem mehrere Kameras benötigt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Dome-Kameras aufgrund ihrer Form weniger leicht beschädigt werden können. Nachteilig an dem Modell ist, dass sich potenzielle Täter sicherer fühlen und so möglicherweise trotzdem zur Tat schreiten. Die dadurch entstehenden Schäden können nicht immer durch das Videomaterial gesenkt werden.

Vorteile
  • Unauffällig
  • Rundum-Sicht möglich
  • Sicher gegenüber Vandalismus
Nachteile
  • Keine Abschreckung
  • Keine zeitgleiche Rundum-Sicht

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du IP Kameras Outdoor vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Aspekten du dich zwischen den zahlreichen IP Kameras für den Außeneinsatz entscheiden kannst

Die Kriterien, mit deren Hilfe du IP Kameras miteinander vergleichen kannst, sind:

Nachfolgend erläutern wir dir, worauf du bei den einzelnen Kriterien genau achten solltest.

Speicherart der Aufnahmen

Es gibt zwei Arten, auf denen eine IP-Kamera ihre Bilder speichern kann.

  • Eine Cloud macht es möglich, die Bilder direkt vom Rechner oder Smartphone abzurufen und zu verarbeiten. Nachteilig an diesem System ist jedoch, dass diese möglicherweise hackbar ist und so Unautorisierte von Außen zu greifen können.
  • Eine SD-Karte speichert die Bilder auf dem Gerät selbst. Dies sichert diese vor fremden Zugriff und auch ein Netzwerkausfall stellt kein Problem dar. Jedoch müssen die Bilder manuell übertragen werden.
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Behalte deine Tür immer im Auge – auch wenn du nicht zu Hause bist.
(Bildquelle: pixabay.com / geralt)

Aufnahmewinkel

Bevor du dir eine Outdoor-Überwachungskamera kaufst, muss du prüfen, welchen Aufnahmewinkel diese mindestens haben muss, um von der von dir angedachten Position aus, gut filmen zu können.

Zudem ist wichtig zu wissen, dass je größer der Aufnahmewinkel ist, desto mehr verschwimmen die Abstände in den entstehenden Bildern. Daher solltest du auch keinen viel größeren Aufnahmewinkel wählen, als du eigentlich brauchst.

Ein großer Aufnahmewinkel ist nicht immer ideal.

Qualität der Bilder bei Tag und Nacht

Immer mehr Einbrüche geschehen am Tag. Doch auch in der Dämmerung kann eine IP-Kamera schon deutliche Einbußen bei der Bildqualität haben. Achte also beim Kauf darauf, dass dies kein Problem darstellt. Ein Nachtsichtmodus ermöglicht es, auch bei kompletter Dunkelheit deutliche Bilder zu machen. Ob dies für dich wichtig ist, musst du selbst entscheiden.

Schutzgrad gegenüber Staub und Wasser

Deine Netzwerkkamera soll im Freien natürlich nicht durch Umwelteinflüsse beeinträchtigt werden. Daher solltest du beim Kauf auf den Eigenschutz der Kamera achten. Der IP-Standard, welcher nichts mit dem Begriff “IP Kamera” zu tun hat, gibt dir da Aufschluss drüber. Deine Outdoor-Kamera sollte idealerweise mit IP66 klassifiziert sein.

Die IP-Zertifizierung besteht aus zwei Ziffern, von denen die erste Auskunft über den Schutz gegen Staub und die zweite gegen Wasser gibt. Die erste Ziffer sollte 6 lauten, was “staubdicht” bedeutet. Deine Kamera sollte außerdem auch gegen Starkregen geschützt sein, die passende IP-Kennzeichnung sollte da als zweite Ziffer ebenfalls eine 6 haben.

Ziffer Bedeutung an Stelle 1 Bedeutung an Stelle 2
4 Schutz gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser von 1,0 mm Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 Schutz gegen Staub in schädigender Menge Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel
6 staubdicht Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen

Stromquelle

Ein Anschluss an die Steckdose ist die sicherste Variante, deine IP-Kamera zu betreiben und vor Ausfällen zu schützen. Jedoch ist es nicht bei jedem einfach eine Verbindung zum Netzstrom aufzubauen. Da ist eine Kamera mit Akkus besser geeignet. Diese sollten aber mit starken Akkus ausgestattet werden und regelmäßig überprüft werden, um Ausfälle zu vermeiden. Mit einem PoE-Anschluss (“Power over Ethernet”) kannst du deine Kamera auch über dein Heimnetzwerk mit Strom versorgen.

Es gibt viele Möglichkeiten, eine IP-Kamera zu betreiben.

Es sind auch einige IP-Kameras mit Solarpaneel im Handel erhältlich. Diese sollten nur verwendet werden, wenn das Panel wirklich regelmäßig Sonnenstrahlung ausgesetzt werden kann und sollten parallel noch mit einem Stromkabel oder Akku gesichert werden. So wird gewährleistet, dass die Kamera auch filmen kann, wenn die Sonne mal länger nicht geschinen hat.

Möglichkeit zur Audioaufnahme

Nicht immer reicht einem das reine Bildmaterial, das die Überwachungskamera aufzeichnet, um z. B. Kriminellen ihre Tat nachzuweisen. Daher solltest du dir vor dem Kauf überlegen, wozu du deine Kamera nutzen möchtest und ob es sinnvoll ist, wenn diese auch Ton aufnimmt.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit liegt darin, die IP-Kamera um eine Gegensprechanlage zu erweitern. Wenn du beispielsweise Besuch erwartest, kannst du so sehen, wann dieser erscheint, ohne dass dieser klingeln muss.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Outdoor IP-Kamera

Wie installiere ich eine IP Kamera im Outdoorbereich?

Wenn du bereits den idealen Ort für deine IP-Kamera gefunden hast und auch die Stromversorgung geklärt ist, steht der Installation nichts im Weg. Dazu gehe wie folgt vor:

  1. Stromanschluss: Schließe die Überwachungskamera zunächst an den Strom an oder lege den Akku ein. Wenn deine Kamera über einen PoE-Anschluss verfügt, kannst du diesen Schritt überspringen.
  2. Netzanschluss: Stelle eine Verbindung zu deinem Heimnetzwerk mit einem LAN-Kabel oder drahtlos per WLAN her. Über das Menü deines Routers kannst du nun die IP-Adresse der Kamera bestimmen.
  3. Konfiguration: Gib nun die IP-Adresse in die Suchzeile deines Internetbrowsers ein. In der sich öffnenden Seite solltest du nun Einstellungen an deiner IP-Kamera vornehmen können.

Wo ist eine Überwachungskamera optimal angebracht?

Je nachdem welches Ziel du mit der IP-Kamera verfolgst, sollte sie von ihrer Position entweder gut versteckt oder gut sichtbar filmen. Achte auf den Aufnahmewinkel und positioniere deine Überwachungskamera so, dass möglichst keine toten Winkel entstehen und auch nicht das Grundstück deines Nachbarn o. ä. in den Blick der Kamera fällt.

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Beachte beim Anbringen deiner Kamera den Aufnahmewinkel.
(Bildquelle: unsplash.com / Israel Fuentes)

Wie kann ich die Bilder einer IP-Kamera auswerten?

Verfügt deine IP-Kamera über einen Cloudspeicher kannst du das gesammelte Bildmaterial einfach über deinen Computer oder auch per App auf deinem Smartphone. Bei einem SD-Kartenspeicher musst du diese aus der Kamera ausbauen und an deinen Computer anschließen, um die Bilder zu übertragen.

Um nun aus den Aufnahmen Rückschlüsse zu ziehen, gibt es verschiedene Ansätze. Wenn du einen konkreten Verdacht zu einer bestimmten Uhrzeit hast, dann rufe die Bilder von diesem Zeitpunkt ab und studiere sie genau. Wenn du einfach nur allgemein überprüfen möchtest, wer wann an deiner Kamera vorbeigegangen ist, solltest du dir die Bilder eher in Zeitraffer ansehen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.ueberwachungstechnik.eu/wie-richte-ich-eine-ip-netzwerkkamera-ein/

[2] https://www.abus.com/ger/Ratgeber/Recht/Rechtliche-Grundlagen/Videoueberwachung

[3] https://www.augsburger-allgemeine.de/digital/Worauf-es-bei-IP-Kameras-ankommt-id55855171.html

Bildquelle: Suttinaraphan/ 123rf.com

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Erik hat Informatik studiert und bloggt über verschiedene Sicherheitssysteme. Er kennt sich nicht nur mit digitalen Sicherheitssystemen aus, sondern auch mit Schlössen und Einbruchschutz.