Willkommen bei unserem großen Rauchmelder Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Rauchmelder. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher zu machen und dir dabei helfen, den für dich besten Rauchmelder zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Rauchmelder kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Schlafräume, Kinderzimmer und Flure gibt es in Deutschland Rauchmelderpflicht. Informiere dich darüber, inwieweit dich das als Mieter oder in deinem Eigenheim betrifft.
  • Rauchmelder sind Lebensretter, weil sie dich schon bei einer kleinen Menge einer kritischen Rauchentwicklung informieren und du dich rechtzeitig in Sicherheit bringen kannst.
  • Rauchwarnmelder gibt es in stark unterschiedlichen Preisklassen, die zwischen fünf bis weit über 100 Euro liegen können.

Rauchmelder Test: Das Ranking

Platz 1: Ei Electronics Ei650

Wenn Sie auf der Suche nach einem großen Rauchmelder Set sind, sollten Sie sich für den Ei Electronics Ei650 entscheiden. Er erfüllt alle fast Zwecke eines guten Rauchmelders, wie Testtaste und einfacher Montage.

Redaktionelle Einschätzung
Der Ei Electronics Ei650 hat eine 10-Jahres Lithium Batterie, welche eine ungemein längere Lebensdauer, als die 9-Volt Batterien hat. Diese Batterie befindet sich im Lieferumfang.

An der Oberseite des Ei Electronics Ei650 befindet sich eine Funktionstaste zur Überprüfung ob das Warnsignal funktioniert. Dieses erfüllt mit 85 Dezibel die gesetzlichen Vorgaben und reicht daher voll und ganz aus um das Signal noch in benachbarten Räumen zu hören.

Auch der Ei Electronics Ei650 wird an der Decke befestigt, wie alle anderen Rauchwarnmelder. Dies empfehlen wie Ihnen auch, da Rauchmelder Sie nur frühzeitig warnen können wenn sie den aufsteigenden Rauch schnell erkennen. Der Rauchmelder von Ei Electronics hat keine Möglichkeit zu einer Funkvernetzung.

Am Rauchmelder befindet sich kein, wie so oft als störend empfundenes LED Licht.

Kundenbewertungen
Derzeit vergeben 94% aller Käufer des Ei Electronics Ei650 vier oder fünf Sterne. Rund 83% entscheiden sich hierbei für die maximale Punktzahl und 11% für vier von fünf.

Besonders hervorgehoben wird bei diesem Produkt die Langzeitbatterie und die gute Funktionalität.
Außerdem wird die einfach Montage und die Verarbeitung gelobt.

6% der Bewertungen waren entweder neutral mit drei Sternen oder negativ mit zwei oder einem Stern bewertet. Hierbei befanden sich 3% neutrale Stimmen und 4% negative mit zwei oder weniger.

Kritisiert wird hauptsächlich, dass die Batterien schon leer seien. Unserer Meinung nach ist dies kein Problem und die Rauchmelder werden durch die Versandhäuser bestimmt ersetzt, falls dies tatsächlich der Fall sein sollte.

“FAQ”
Wie lange halten die Batterien?

Ca. 10 Jahre.

Sind die Rauchmelder vernetzt?

Nein.

Lässt dich die Batterie wechseln?

Nein.

Blinkt der Rauchmelder ständig?

Nein.

Platz 2: Hekatron Rauchmelder Genius PLUS X

Platz 3: Smartwares TÜV Rauchmelder / Brandmelder

Platz 4:  ABUS Rauchmelder/ Hitzewarnmelder RM20 55047

Platz 5: Ei Electronics Ei603TYC 10-Jahres-Hitzewarnmelder

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Rauchmelder kaufst

Welche gesetzlichen Vorschriften und Empfehlungen gibt es (Rauchmelderpflicht)?

Mittlerweile existiert in allen 16 Bundesländern die Rauchmelderpflicht. Einheitlich ist in den jeweiligen Landesbauordnungen vorgeschrieben, dass alle Schlafräume, Kinderzimmer und Flure über einen Rauchwarnmelder verfügen müssen.

Dies ist auch in der Norm DIN 14676 geregelt. Zusätzlich sind hier weitere Bestimmungen hinsichtlich dem Wo und Wie vorhanden, zum Beispiel für den Fall, dass die Räume eine bestimmte Form oder Unterteilung haben.

Die Rauchmelderpflicht gilt nicht nur für Vermieter, sondern auch für dich als Eigentümer deiner Privatimmobilie. Welche Pflichten du auch als Mieter haben könntest, werden wir dir noch allgemein beantworten. Die Verordnungen der einzelnen Bundesländer kannst du bequem im Internet einsehen, zum Beispiel bei Rauchmelderpflicht.eu.

Rauchmelder im Zimmer

Rauchmelder sind mittlerweile in allen Bundesländern Pflicht. Schlafzimmer, Flure und Kinderzimmer müssen mit einem Rauchmelder ausgestattet sein, damit ein Feuer in der Wohnung schnell bemerkt wird. (Foto: PublicDomainPictures / Pixabay.com)

Warum sind Rauchmelder so wichtig?

Gefahren eines Wohnungsbrandes scheinen heute viel geringer zu sein und du achtest auch darauf, dass keine Gefahrenquellen entstehen.

Allerdings treten doch Situationen auf, in denen schon die minimalsten Zündquellen schnell einen Brand verursachen können, von dem du unter Umständen erstmal gar nichts mitbekommst. Falls du während einer Rauchentwicklung schläfst, ist dies tatsächlich sehr gefährlich, weil du es zunächst eine ganze Weile nicht bemerkst.

Und deshalb gilt: Rauchmelder sind Lebensretter, weil sie dich schon bei einer kleinen Menge einer kritischen Rauchentwicklung informieren und du dich rechtzeitig in Sicherheit bringen kannst.

Was muss ich hinsichtlich Qualitätsstandards beachten?

Da eine zuverlässige Funktion eines Rauchwarnmelders von elementarer Bedeutung für deine Sicherheit ist, solltest du tatsächlich ein höherwertiges Produkt vom Fachhandel erwerben statt eines billigen Rauchmelders, wie er in Baumärkten erhältlich ist. Sehr wichtig ist zudem, dass du die Qualitätssiegel und Logos überprüfst: CE, EN 14604, Q und VdS.

Grundsätzlich wichtig sind das CE-Zeichen sowie die Angabe EN 14604. Allerdings besagt dies erstmal nur, dass der Verkauf laut in Europa geltenden Normen stattfinden darf. Über die Qualität des Geräts wird hier noch nichts ausgesagt.

Die Norm DIN 14604 regelt, dass eine Mindestlautstärke von 85 dB und eine Anzeige zur Batterieschwäche gegeben sein muss. Außerdem müssen eine Batterielebedauer von mindestens einem Jahr und die Möglichkeit zur Funktionsüberprüfung vorhanden sein.

Um einen wirklich zuverlässigen und nach Qualitätsstandards geprüften Rauchwarnmelder zu erwerben, schaue bitte auch, ob der Zusatz VdS (VdS Schadenverhütung) vorhanden ist. Manchmal findet sich alternativ auch der Schriftzug eines anderen unabhängigen Testzentrums, nämlich Kriwan. Beide Unternehmen überprüfen die Qualität und Sicherheit von Rauchmeldern.

Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal ist das Symbol Q. Denn dies besagt, dass die Rauchmelder besonders zuverlässig und langlebig sind. Außerdem werden auch die Batterien getestet. So hast du eine zusätzliche Sicherheit bezüglich deren Laufzeit.

Was muss ich bei verschiedenen Wohnsituationen beachten?

Die verschiedenen Fälle sind zahlreich, weshalb wir dir an der Stelle empfehlen möchten, dich nach der Anwendungsnorm DIN 14676 zur richten. Du kannst zum Beispiel bei Rauchmelder-Lebensretter.de einen Einblick bekommen.

Wie lange hält ein Rauchmelder?

Die meisten Rauchmelder und deren Batterien halten zehn Jahre. Es gibt aber auch Rauchmelder mit einer Lebedauer von fünf Jahren. Alkaline-Batterien halten allerdings nur ein bis zwei Jahre.

Behalte bitte im Auge, wann du den Rauchwarnmelder in Betrieb genommen hast. Innerhalb der Funktionsdauer Jahre verstaubt die Rauchkammer, die allerdings auch mit einem Kunststoffsieb versehen ist, damit sie nicht zu schnell verschmutzt. Hochwertige Rauchwarnmelder bieten allerdings auch eine Verschmutzungskompensation.

Außerdem zeigen alle Rauchwarnmelder durch ihre LED-Kontrolllampe die Funktionstüchtigkeit an. Sie blinkt in regelmäßigen Abständen, meistens im Minutentakt.

Rauchmelder

Rauchmelder haben meistens eine Lebensdauer von 10 Jahren.

Welche Batterien sind empfehlenswert?

Es gibt Lithium- und Alkaline-Batterien. Letztere halten allerdings nur 1 bis 2 Jahre. Lithium-Batterien sind etwas teurer, halten dafür auch 10 Jahre. Langfristig ist dies sogar die günstigere Variante.

Vergewissere dich, welche Batterien zu deinem Rauchmelder passen. Du kannst dich darüber mithilfe der Bedienungsanleitung oder der Prägung auf dem Batteriefach informieren, wenn ein Batterieaustausch ansteht. Der Rauchmelder gibt übrigens einen Warnton von sich, wenn die Batterieleistung nachlässt.

Allerdings werden auch Rauchmelder mit fest integrierten Lithiumbatterien angeboten, die dann auch wirklich 10 Jahre halten. Die Kosten sind dafür natürlich höher, aber viele Privatpersonen greifen schon vermehrt auf diese Variante zurück.

Was kostet ein guter Rauchmelder?

Rauchwarnmelder gibt es in stark unterschiedlichen Preisklassen, die von 5 bis weit über 100 Euro variieren können. Aber: Nicht immer ist das teuerste Modell auch das Beste, wie Stiftung Warentest herausfand.

Modelle für 5 Euro aus dem Baumarkt solltest du nicht in Betracht ziehen. Aufgrund des Qualitätsmangels beziehungsweise der Unzuverlässigkeit sind sie nicht empfehlenswert.Gute Modelle mit Alkaline-Batterien bekommst du bereits ab 10 Euro.

Bei den WLAN-Rauchmeldern solltest du beachten, dass Smarthome-Systeme teilweise über 200 Euro kosten, dafür aber oft Rauchmelder mitliefern. Das Gateway als Alternative beläuft sich sogar auf ca. 400 Euro.

Typ Preisspanne
Foto-optischer Rauchmelder ca. 10-130 €
Wärmemelder ab ca. 30 €
Thermo-optischer Rauchmelder ab ca. 20 €
Funkrauchmelder ca. 50-70 €
WLAN-Rauchmelder ca. 30-80 €
Rauchgasmelder ca. 40-80 €

Wo kann ich gute Rauchmelder kaufen?

Deiner Sicherheit zuliebe solltest du lieber nicht die sehr preisgünstigen Modelle aus dem Baumarkt oder diversen Supermärkten in Betracht ziehen, sondern einen Fachhandel konsultieren. Die Feuerwehr oder Schornsteinfeger geben auch gerne Tipps, wo man einen guten Qualitätsrauchmelder erhält.

Zumeist findest du die beste Auswahl an Rauchmeldern auf mehr oder weniger spezialisierten Online-Verkaufsseiten, den altbekannten Online-Shopping-Unternehmen oder im Elektronikfachmarkt. Hier eine kleine Aufstellung, die unsere Recherche ergeben hat:

  • Rauchmelder Experten
  • Rauchmeldershop Online
  • Brandschutz-Rauchwarntechnik
  • amazon.de
  • ebay.de
  • Conrad

Entscheidung: Welche Arten von Rauchmeldern gibt es und welche ist die richtige für dich?

Es gibt eine Vielzahl an Rauchmelderarten mit teilweise unterschiedlichen Einsatzgebieten und Funktionsweisen:

  • Foto-optischer Rauchmelder
  • Hitzemelder/Wärmemelder
  • Thermo-optischer Rauchmelder
  • Funkrauchmelder
  • WLAN-Rauchmelder
  • Ionisationsrauchmelder
  • Rauchgasmelder
  • Rauchmelder für Hörgeschädigte

Hier wollen wir dir die verschiedenen Rauchmelder mit ihren Funktionsweisen vorstellen und dir einen Überblick darüber verschaffen, welche für deine Bedürfnisse geeignet sind.

Wie funktioniert der foto-optische Rauchmelder?

Foto-optische Rauchmelder sind zur allgemeinen Rauchwarnung am meisten verbreitet. Das Prinzip des optischen Rauchmelders besteht ganz allgemein darin, dass er eine Rauchkammer enthält, die über seitliche Öffnungen Raumluft aufnimmt und über Lichtsignale Rauchpartikel prüft.

Größere Partikel wie Insekten können bei guten Rauchmeldern übrigens nicht durch die Öffnungen eindringen. Der Sender (Infrarotdiode) sendet regelmäßig Lichtsignale aus, die der Empfänger (Fotodiode) aber erst im Falle einer größeren Rauchentwicklung erhält.

Bei einer größeren Menge an  Rauchpartikeln bricht der Infrarotstrahl und wird auf den Empfänger, den Fotosensor geleitet. Der Sensor leitet das Signal an einen Prozessor weiter, der es überprüft und entsprechend einen Alarm auslöst. Dieser Vorgang nennt sich auch Streulichtverfahren.

Wie funktioniert ein Wärmeldemelder und wofür eignet er sich?

Ein Wärmemelder richtet sich nicht nach der Rauchentwicklung, sondern nach der Überschreitung einer gewissen Raumtemperatur, meistens 60 Grad. Hier gibt es auch Wärmemelder, die einen ungewöhnlich raschen Temperaturanstieg messen.

Somit bietet sich ein Wärmemelder für deine Küche, dein Bad oder eine Werkstatt an, da du ihn im Gegensatz zum Rauchmelder in Räumen mit Rauch-, Staub- oder Wasserdampfentwicklung anbringen kannst.

Wie ist die Funktionsweise eines thermo-optischen Rauchmelders und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Bei einem thermo-optischen Rauchwarnmelder wird die Überprüfung von Rauchpartikeln mit der Überprüfung der Raumtemperatur kombiniert.

Herkömmliche foto-optische Rauchmelder ohne Verschmutzungskompensation stehen in der Kritik zu häufig Fehlalarme auszulösen. Außerdem reagieren sie auch auf zu viel Staub und Kochdampf.

Vorteile
  • Geringere Anzahl von Fehlalarmen
  • Auch für Bad, Küche und Werkstatt geeignet
  • Für Wohnräume nahe Dampfentwicklung geeignet
Nachteile
  • Kombination bei Wohnräumen unnötig

Der thermo-optische Rauchmelder schlägt an, wenn sowohl eine gefährliche Menge an Rauchpartikeln erkannt wird, als auch die Raumtemperatur 60 Grad übersteigt. Diese Funktion bietet sich in Räumen mit Dampf – und Staubentwicklung an, in denen ein optischer Rauchmelder Fehlalarme auslösen würde.

Der Nachteil ist, dass der thermo-optische Rauchmelder für normale Wohnräume keinen Sinn macht, da er ebenfalls bei Überschreitung des Messfaktors Rauch Alarm schlägt und der Messfaktor Wärme erst viel später zum Tragen kommt.

Wie funktioniert ein Funkrauchmelder und wofür eignet er sich?

Solltest du in einem weitläufigen Haus oder einer größeren Wohnung leben, empfehlen wir die über Funk zu vernetzenden Rauchwarnmelder. Die Funktion des Funkrauchmelders entspricht der des foto-optischen Rauchmelders.

Der Funkrauchmelder, der sich in dem Raum befindet, in dem ein Brand ausbricht, sendet ein Warnsignal an alle anderen Melder im Gebäude. Somit wirst du auch über Gefahren in Räumen informiert, die außerhalb deiner Hörweite liegen.

Im Vorfeld solltest du Entfernungen und Hindernisse überprüfen, um festzustellen, ob du einen Repeater benötigst. Achte außerdem darauf, ob das Funkmodul enthalten ist. Ansonsten müsstest du das Modul nachrüsten.

Funk Rauchmelder

Funk Rauchmelder ermöglichen das Informieren über Gefahren in Räumen, die außerhalb deiner Hörweite liegen.

Wie funktioniert ein WLAN-Rauchmelder und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Der WLAN-Rauchmelder wird statt über Funk über WLAN vernetzt, wie der Name schon sagt. Außerdem kannst über eine App den Rauchmelder überprüfen. Er funktioniert ebenfalls wie der foto-optische Rauchwarnmelder. Allerdings benutzt man ihn meistens in Verbindung mit einem Smarthome-System.

Nachdem du den Rauchmelder an der Wand angebracht hast, kannst du die Installation schnell und problemlos vornehmen. Du verbindest den Rauchwarnmelder mit der Smarthome-Zentrale und diese anschließend mit deinem WLAN-Router.

Du kannst den Wartungsstand und die Funktion der Batterie bequem über eine App kontrollieren, also auch von unterwegs. Sollte eine Gefahr oder ein Problem auftreten, zum Beispiel ein niedriger Batteriestand, wirst du über SMS informiert.

Du kannst den Rauchmelder auch in eine Smarthome-Installation integrieren. So würde bei einem Brandfall beispielsweise das Licht angeschaltet oder die Fenster geöffnet werden. Natürlich muss der Rauchmelder auch bei ausgeschaltetem WLAN funktionieren. Außerdem benötigst du WLAN im ganzen Haus und natürlich ein Smarthome-System.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein Gateway für einen Funkrauchmelder zu kaufen, welches aber sehr kostspielig ist. Das Gateway verbindet den Funkrauchmelder mit dem Internet.

Wie funktioniert ein Ionisationsrauchmelder und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Der Ionisationsrauchmelder reagiert schon auf eine geringe Menge an Rauchpartikeln. Allerdings funktioniert er mit radioaktiver Strahlung und ist für den privaten Gebrauch nicht zu empfehlen.

Zwei unter Gleichspannung liegende Elektroden machen die Luft zwischen ihnen leitend. Wenn sich an die Luftmoleküle Rauchpartikel setzen, schlägt der Rauchmelder Alarm.

Der Vorteil mag die schnelle Reaktion sein, der Nachteil liegt ganz klar bei der radioaktiven Strahlung. Heute sind Ionisationsrauchmelder überholt. Unsere Recherche hat ergeben, dass sie im Online-Fachhandel für Privatpersonen auch gar nicht angeboten werden.

Wie ist die Funktionsweise eines Rauchgasmelders und wofür eignet er sich?

Der Rauchgasmelder (auch Brandgasmelder oder CO-Melder genannt) eignet sich gut für staubige Räume, in denen die optischen Rauchmelder Alarm schlagen würden.

Der Rauchgasmelder misst die Konzentration von Kohlenstoffmonoxid (CO) oder Kohlenstoffdioxid (CO2). Er ist optimal und außerdem sehr wichtig für Räume, in denen du mit einem Ofen (zum Beispiel Gas – oder Kohleofen) oder einem Kamin heizt. Die Konzentration von Kohlenstoffmonoxid kann besonders in kleinen, geschlossenen Räumen schnell lebensgefährlich werden, da die Entwicklung unbemerkt bleibt.

Meist kommen Rauchgasmelder in der Industrie zum Einsatz. Hier musst du beim Kauf und der Installation die Norm EN-50291 beachten.

Wie funktioniert ein Rauchmelder für Hörgeschädigte?

Rauchwarnmelder für Gehörlose oder Hörgeschädigte verwenden statt eines akustischen ein optisches Signal, welches oft auch an ein Vibrationskissen weitergeleitet wird.

Per Funk ist der Rauchmelder mit einem Lichtsystem verbunden, das im Falle eines Alarms starke Lichtblitze aussendet, die auch im Schlaf wahrgenommen werden. Das Vibrationskissen ist eigentlich ein Pad, das du unter dein Kissen legen oder in deiner Hosentasche tragen kannst.

Rauchmelder für Hörgeschädigte sind sehr kostspielig. Für eine Zweizimmer-Wohnung müsste man bereits Beträge von 300 bis 400 Euro investieren, bei einem Haus oder größeren Wohnung bis zu 1000 Euro. Die Kosten werden allerdings von den Krankenkassen übernommen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Rauchmelder vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir bei deiner Kaufentscheidung helfen und dir Kriterien zeigen, anhand derer du vergleichen kannst, welcher Rauchmelder für dich und deine Bedürfnisse in Frage käme, wobei manche Faktoren weniger entscheidend sind als andere.

Die wichtigsten Kriterien sind zusammengefasst folgende:

  • Gewicht
  • Maße
  • Batterieart / Batterielaufzeit
  • Raucherfassungsbereich
  • Montage
  • Alarmlautstärke
  • Testfunktion
  • Stummschalten
  • Anzeige der Funktionsbereitschaft
  • Farbe
  • Qualitätssiegel/Zertifizierung
  • Vernetzung

Nachfolgend kannst du nachlesen, was die einzelnen Kaufkriterien bedeuten und was hierbei wichtig ist. Ob optischer Rauchmelder, thermo-optischer Rauchmelder, Wärmemelder oder Rauchgasmelder – die relevanten Kaufkriterien sind bei allen identisch.

Gewicht

Das Fliegengewicht eines Rauchmelders ist kein wichtiges Kaufkriterium. Jede Decke hält ihn natürlich allemal aus. Auch die Montagemöglichkeiten inklusive Klebemontage sind für das Gewicht eines Rauchmelders konzipiert.

Alle recherchierten Rauchmelder liefern entsprechende Montagemöglichkeiten mit, wie bei Kaufkriterium Montage beschrieben werden wird.

Wir geben dieses Kriterium trotzdem an, falls du diesbezüglich Zweifel haben solltest und weil andere Produktseiten diese Angabe ebenfalls bereitstellen.

Maße

Der Fokus eines Rauchmelder sollte auf dessen Funktionen liegen. Allerdings gibt es auch kleinere Rauchmelder für die angenehmere Optik, falls du einen Rauchmelder in einem kleinen Raum anbringen musst.

Rauchmelder mit normaler Größe haben unter Umständen teilweise stärker abweichende Abmessungen. Die Länge liegt zwischen 19 und 10 Zentimetern, die Breite zwischen 10 und 5 Zentimetern. Hier kannst du also überprüfen, welche Geräte dir optisch zusagen könnten, wobei dies nicht eins der tragenden Kaufkriterien sein sollte.

Sollte dich aus diversen optischen Gründen ein Rauchmelder in regulärer Größe stören, empfehlen wir dir einen Mini-Rauchmelder. Je nach Hersteller kann er auch als Design-Rauchmelder bezeichnet sein. Diese kleinen Rauchmelder fallen mit ihren je 4 Zentimetern Länge und Breite tatsächlich kaum auf und sind somit fast unsichtbar.

Du musst dir allerdings keine Sorgen machen, dass du aufgrund des Mini-Formats Abstriche in der Funktionstüchtigkeit oder Qualität der Funktionen machen müsstest. Auch wird die gleiche Fläche wie bei einem Rauchmelder in normaler Größe abgedeckt.

Batterieart / Batterielaufzeit

Wenn du einen größeren Zeit- und Arbeitsaufwand vermeiden willst und zudem Kosten sparen und die Umwelt schonen möchtest, empfehlen wir Rauchmelder mit Lithium-Batterie.

Es gibt Rauchmelder mit Alkaline-Batterien, die allerdings nur bis zu 3 Jahren halten. Dies sind zwar auch Qualitätsrauchmelder, aber die meisten Rauchmelder enthalten eine leistungsstarke Lithium-Batterie, entweder austauschbar oder fest integriert, welche 10 Jahre hält.

Bei einem Rauchmelder mit fest integrierter Lithium-Batterie bedeutet dies natürlich, dass du nach 10 Jahren das Gerät austauschen musst. Allerdings sollten diese Geräte aufgrund des Verschmutzungsgrades der Sensorik sowieso nach 10 Jahren ausgetauscht werden.

Gute Rauchmelder mit integrierter Lithiumbatterie erhältst du bereits für 20 bis 30 Euro, weshalb der Austausch im Vergleich mit dem Austausch von Alkaline-Batterien alle zwei bis 3 Jahre kostengünstiger ist.

Raucherfassungsbereich

Der Raucherfassungsbereich ist vor allem bei weitläufigen Räumen oder langen Fluren ein Faktor, den du unter Umständen beachten solltest.

Manche Hersteller beziehungsweise Produktseiten geben den Raucherfassungsbereich leider nicht an, jedoch liegt er meistens bei 40 bis 60 m². Wichtig könnte dies bei größeren Räumen als 60 m² oder längeren Fluren sein, denn in letzterem Fall musst du auch die Bestimmungen der Anwendungsnorm DIN 14676 beachten. Diese schreibt mehrere Rauchmelder in bestimmten Abständen vor.

Außerdem solltest du bei Funkrauchmeldern die Reichweite der Funkmodule überprüfen. Denn diese sind nützlich bei einer sehr weitläufigen Wohnung oder einem Haus mit mehreren Stockwerken.

Montage

Je nach deinen handwerklichen Talenten könnte die Art der Montage ein relevantes Kaufkriterium darstellen.

Die recherchierten Rauchwarnmelder liefern Montagezubehör und eine Anleitung mit. Die meisten bieten sogar wahlweise eine Anbringung über eine Montageplatte mit Schauben und Dübeln oder eine Klebemontage mittels eines Magnet – oder Klebepads.

Sollte ein Rauchmelder, dessen Funktionen und Qualität dich überzeugen, nur eine Anbringungsmöglichkeit bieten, bei der Bohren erforderlich ist, kannst du dir auch eine Klebebefestigung oder eine Magnetscheibe zusätzlich kaufen. Bei letzterem hat sich nach unseren Recherchen das Befestigungsset von Magnetolink bewährt.

Diese Magnetscheiben halten 10 bis 50 Kilo aus, was für bei einem so leichten Rauchmelder kein Problem darstellen sollte. Außerdem ist die Montage sehr einfach und das Magnetpad hält auf fast allen Untergründen.

Natürlich ist die Anbringung über Schrauben sicherer und du musst nicht befürchten, dass der Rauchmelder doch einmal herunterfallen könnte. Dies wäre bei einem teureren Gerät, wie einem Funkrauchmelder natürlich sehr ärgerlich. Zudem könnte bei der Verwendung von Magnet- oder Klebepads die Zertifizierung erlöschen. Deshalb ist es besser, das Zubehör des Herstellers zu verwenden oder bei ihm nachzufragen, falls du selbst etwas von diesen Klebemöglichkeiten verwenden möchtest.

Alarmlautstärke

Die Alarmlautstärke ist bei allen nach der Gerätenorm DIN 14604 zertifizierten Rauchmeldern mit 85 Dezibel in 3 Metern Hörweite identisch. Kaufst du also einen geprüften Qualitätsrauchmelder, kannst du davon ausgehen, dass die Lautstärke einem wichtigen Richtwert folgt.

Dies bedeutet, dass du auf jeden Fall nach Rauchmeldern mit dieser genormten Lautstärke schauen solltest, falls du einen viel günstigeren Rauchmelder in Erwägung ziehen solltest. Es ist ein wichtiges Kriterium für deine Sicherheit.

Einige wenige Rauchwarnmelder haben eine Laustärke von 88 Dezibel. Die Lautstärke sollte generell kein Problem sein, falls der Rauchmelder nicht häufig einen Fehlalarm auslöst, was bei Qualitätsrauchmeldern im Normalfall sehr selten passieren sollte. Außerdem lassen sich Fehlalarme schnell abschalten.

Testfunktion

Da du den Rauchmelder jährlich warten beziehungsweise auf seine Funktionstüchtigkeit überprüfen solltest, ist es äußerst praktisch, wenn der Rauchmelder mit einer Prüftaste ausgestattet ist.

Betätigst du den Knopf, ertönt ein Signalton, anhand dessen du feststellen kannst, ob dein Rauchmelder funktionstüchtig ist. Diese Funktion ist auch insbesondere dann hilfreich, wenn keine Status-LED vorhanden oder sie ausgeschaltet ist. Ansonsten würde es bei der jährlichen Überprüfung recht umständlich festzustellen, ob der Rauchmelder noch funktioniert.

Mittlerweile sind alle guten Rauchmelder mit dieser Prüftaste ausgestattet, sodass dies kein Kriterium ist, das eine lange Suche erfordert. Sollte dies dennoch nicht der Fall sein, kann der Rauchmelder auch mit einem speziellen Testspray überprüft werden.

Stummschalten

Bei einem Fehlalarm oder eines Warnalarmes, der anzeigt, dass die Batterie leer ist, kann es von großem Vorteil sein, eine Stummschalttaste betätigen zu können bis die Fehlerquelle gefunden ist.

Die Stummschalttaste kann mithilfe eines Besenstiels betätigt werden. Fehlalarme können zum Beispiel durch eine größere Ansammlung von Staubpartikeln im Rauchmelder ausgelöst werden, weil der Rauchmelder keine Verschmutzungskompensation enthält.

Ein weiterer Grund könnte eine größere Menge an Wasserdampf sein, der aus dem Bad oder der Küche in den angrenzenden Raum austritt, in dem der Rauchmelder installiert ist. Außerdem könnte es passieren, dass Fehlalarme ausgelöst werden, wenn man einen Ofen betreibt, zum Beispiel einen Holzkohleofen.

Nicht nur geräuschempfindliche Menschen sind dann extrem belastet durch einen schrillen Alarmton, der sich nicht ausstellen lässt, insbesondere dann, wenn er lang anhält und man eventuell mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen wird.

Die Stummschalttaste, die auch alle guten Rauchmelder bieten, schaltet den Alarm für einige Minuten aus – ca. 4 bis 10 Minuten. Falls der Grund für das Auslösens des Alarms weiterhin besteht, wird der Alarm erneut ausgelöst. Sollte der Alarmton aus irgendeinem Grund häufig ertönen, ist die Stummschalttaste eine nützliche Funktion.

Allerdings sollte man aufgrund häufiger Fehlalarme Rauchmelder auch nicht im Bad oder in der Küche anbringen. Dafür stehen Wärmemelder oder thermo-optische Rauchmelder zur Verfügung. Letztere kombinieren die Messung von Rauchentwicklung mit der Messung der Temperatur.

Viele dieser Rauchmelder sind heute schon dahingehend verbessert, dass sie nicht erst dann Alarm schlagen, wenn beide Faktoren Messwerte überschreiten. Bezüglich des Ofens empfehlen wir einen Rauchgasmelder, auch Kohlenmonoxidwarnmelder genannt.

Anzeige der Funktionsbereitschaft (LED)

Die optische Bestätigung der Funktionsbereitschaft ist zwar ein wichtiges Kriterium zur Überprüfung, kann in Schlafzimmern allerdings schnell störend wirken. Hier könntest du ein Gerät ohne Anzeige oder alternativ mit Schlafzimmerfunktion in Erwägung ziehen.

Es gibt mittlerweile tatsächlich schon einige Rauchwarnmelder, die keine Funktionsanzeige mehr integrieren. Dafür solltest du vielleicht öfter die Testtaste betätigen, um die Funktionstüchtigkeit deines Rauchmelders sicherzustellen.

Alternativ bieten einige Hersteller die Schlafzimmerfunktion, mithilfe dieser in einem vorgegebenen Zeitraum, zum Beispiel von 22 bis 6 Uhr, das Blinklicht gedimmt wird.

Farbe

Du hast eine Holzdecke oder eine farbig angestrichene Decke und deshalb stört dich aus optischen Gründen ein weißer Rauchmelder? Auch hier gibt es Optionen.

Allerdings bieten wenige Hersteller farbige Designrauchmelder an. Die meisten sind tatsächlich weiß oder in weißen Tönen gehalten. Bietet ein Hersteller mehrere Farben an, musst du dir keine Gedanken machen, dass du für die Optik mehr investieren musst.

Anstreichen soll man einen Rauchmelder übrigens nicht. Die Öffnungen könnten verstopft werden.

Qualitätssiegel/Zertifizierung

Um einen optimalen Schutz und Zuverlässigkeit in der Funktion zu erhalten, solltest du beim Kauf auf die Qualitätsmerkmale und die Zertifizierung nach der Gerätenorm DIN 147604 achten.

Mit der Nennung der Norm wird noch nichts über die Qualität des Geräts ausgesagt. Diese stellst du sicher, wenn du das Logo von VdS oder Kriwan siehst. Dies sind zwei unabhängige Testzentren, die die Rauchmelder hinsichtlich Qualitätsstandards überprüfen. Weiterhin zeigt das Symbol „Q“ eine erhöhte Zuverlässigkeit und Langlebigkeit an, da auch ihre Batterien überprüft werden.

Findest alle diese Siegel und Logos, kannst du davon ausgehen, einen qualitativ hochwertigen, zuverlässigen und sicheren Rauchwarnmelder zu erwerben. Und das sollte dir deine Sicherheit wert sein. Zudem gibt es solche Rauchmelder schon für einen geringen Preis.

Vernetzung

Bei einer weitläufigen Wohnung oder einem Haus mit mehreren Stockwerken empfehlen sich Funkrauchmelder oder WLAN-Rauchmelder für das Smarthome-System zur Vernetzung. Sollte ein Rauchmelder Alarm auslösen, werden auch alle anderen Rauchwarnmelder benachrichtigt.

Bei den Funkrauchmeldern solltest du beachten, dass du für jedes Gerät das entsprechende Funkmodul hinzukaufen musst. Die WLAN-Rauchwarnmelder setzen natürlich ein bereits bestehendes Smarthome-System voraus. Dann können sie aber über eine App kontrolliert werden.

Die Rauchmelder sollten auch ohne Stromzufuhr und auch bei abgeschalteten WLAN funktionieren können. Allerdings muss trotzdem im gesamten Haus eine WLAN-Verbindung für die Vernetzung bestehen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Rauchmelder

Was ist der Unterschied zwischen einem Rauchmelder, einem Rauchwarnmelder und einem Brandmelder?

Zwischen einem Rauchmelder und einem Rauchwarnmelder besteht im Sprachgebrauch kein Unterschied. Es sind Synonyme, wobei der Begriff „Rauchmelder“ häufiger benutzt wird. Ein Brandmelder hat allerdings ein ganz anderes Einsatzgebiet.

Die Bezeichnung Rauchmelder ist eigentlich nicht korrekt, denn er ist eigentlich Teil einer Brandmeldeanlage, der nur weiterleitet, aber keinen Alarm auslöst. Trotzdem wirst du diese Bezeichnung sehr häufig finden. Deshalb benutzen wir sie hier auch oft.

Bei einer Recherche scheint es zunächst einmal der Fall zu sein, dass die Bezeichnungen Rauchmelder und Brandmelder oft synonym verwendet werden. Darauf wirst du vielleicht bei deiner Suche auch schon gestoßen sein. Ganz allgemein geht es um Geräte, die im Falle eines Brandes und der daraus resultierenden Rauchentwicklung Alarm schlagen.

Jedoch unterscheiden sich diese Geräte in ihrem Einsatzgebiet. Der Rauchwarnmelder wird im privaten Bereich eingesetzt, während ein Brandmelder meistens in öffentlichen Gebäuden zum Einsatz kommt und Teil einer Brandmeldeanlage ist. Dies bedeutet auch, dass das System die Feuerwehr informiert, was bei einem Rauchmelder nicht der Fall ist!

Wie und wo wird ein Rauchwarnmelder montiert und was muss ich bei der Montage beachten?

Rauchwarnmelder müssen in jedem Fall an der Decke angebracht werden. Achte bitte auch darauf, dass du sie möglichst in der Mitte des Raumes platzierst und du einen Abstand von mindestens 50 cm zu Lampen, Schränken oder sonstigen Gegenständen oder Hindernissen vorhanden einhältst!

Wichtig ist außerdem, dass du bei einem Raum mit mehr als 60 qm weitere Rauchmelder anbringen musst. Achte auch darauf, den Rauchmelder nicht in einer Umgebung mit Zug zu installieren – also nicht in der Nähe von Klimaanlagen oder Lüftungen.

Das Montagematerial wie zum Beispiel Schrauben oder Dübel liegt bei. Außerdem werden bei vielen Rauchmeldern auch Montage- und Bedienungsanleitungen mitgeliefert. Natürlich bräuchtest du Werkzeuge wie eine Bohrmaschine, wobei es auch Installationsmöglichkeiten gibt, bei denen Klebe- oder Magnetscheiben benutzt werden können.

Was tun bei einer Dachschräge?

Da der Rauch nach oben zieht, solltest du den Rauchmelder immer auf einer waagerechten Fläche montieren. Sollte das Dach zu spitz verlaufen, hilf dir mit einer Platte.

Es ist grundsätzlich kein Problem, wenn du den Rauchmelder selbst anbringst, beachte aber dabei weitere Auflagen durch deine Versicherung hinsichtlich der Haftung. Es kann sein, dass du einen Fachmann beauftragen musst. Für weitere Montagevorschläge und Hilfestellungen und Vorschriften konsultiere bitte die Anwendungsnorm DIN 14676.

Wie überprüfe ich die Funktionstüchtigkeit eines Rauchmelders und wie oft muss er überprüft werden?

Der Rauchmelder muss laut der Rauchmelderpflicht mindestens jährlich auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Du kannst das auch selbst tun und dich nach der Bedienungsanleitung deines Gerätes richten.

Die Überprüfung kann beispielsweise ganz einfach über die Betätigung des Testknopfes geschehen, der bei korrekter Funktion einen Alarm auslösen sollte. Sollte dieser nicht vorhanden sein, kannst du die Funktion auch jederzeit mithilfe eines Testsprays kontrollieren. Dieser simuliert eine Rauchentwicklung. Hierzu sprühst du in die Rauchkammer.

Weiterhin soll überprüft werden, ob die Öffnungen für den Raucheintritt frei sind oder ob sonstige Beschädigungen vorhanden sind. Preislich höher angesiedelte Geräte zeigen dies auch automatisch an.

Was mache ich bei einem Fehlalarm des Rauchmelders?

Ein Fehlalarm verursacht im Normalfall keine größeren Umstände und sollte auch nicht oft vorkommen.

Einige Rauchwarnmelder haben eine Stummschalttaste, um den Fehlalarm für ein paar Minuten zu beenden. Das gibt dir Zeit, die Ursache zu beseitigen. Lüften könnte schon hilfreich sein. Alternativ kann man auch mithilfe eines Besenstiel gegen die große Stummschalttaste drücken.

Was kann ich tun, wenn mich die LED-Lampe stört?

Falls du befürchtest, dass dich die LED-Kontrolllampe im Schlafzimmer stören könnte, gibt es auch hierfür gute Lösungen.

Du könntest einen Rauchwarnmelder mit Schlafzimmer-Funktion in Erwägung ziehen. Innerhalb eines eingestellten Zeitraumes wird das LED-Lämpchen gedimmt. Alternativ gibt es auch Rauchwarnmelder ohne Funktionstestanzeige.

Wie reagiert ein Rauchwarnmelder auf Zigarettenrauch?

Eine berechtigte Frage in Raucherhaushalten. Es besteht jedoch kein Grund zur Besorgnis. Ein Fehlalarm kann bei normalem Zigarettenrauch meistens nicht ausgelöst werden.

Allerdings sollte man den Zigarettenrauch auch nicht direkt in Richtung des Rauchwarnmelders pusten. Sind viele Raucher anwesend, solltest du jedoch ab und zu lüften, um einen hier eventuell entstehenden Fehlalarm zu vermeiden.

Wer ist in einem Mietshaus für die Einhaltung der Rauchmelderpflicht, Montage und Wartung zuständig und wer trägt die Kosten?

In allen Bundesländern außer Mecklenburg-Vorpommern ist der Vermieter für den Einbau des Rauchwarnmelders zuständig.

Außerdem ist in den meisten Bundesländern auch der Vermieter für die Wartung des Rauchmelders verantwortlich und haftet somit auch im Brandfall, falls er seiner Pflicht zur Prüfung nicht nachgekommen sein sollte. Deshalb ist es hier auch oftmals der Fall, dass Funkrauchmelder installiert werden, die von außen überprüft werden.

Jedoch kann in manchen Bundesländern der Vermieter die Pflicht der Wartung, inklusive des Batterietausches, und Überprüfung auf den Mieter übertragen oder in die Nebenkosten einberechnen, falls du als Mieter die Wartung nicht selbst übernehmen musst.

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Mieter auch für die Beschaffung und Montage zuständig. Bitte informiere dich also, ob das bei dir der Fall ist, falls du darüber noch nicht in Kenntnis gesetzt worden bist.

Zahlt die Versicherung im Brandfall?

Es ist wichtig, dass du über die gesetzlichen Regelungen informiert bist.

Im Schadensfall kann es nämlich passieren, dass die Versicherung keine Zahlung leistet, falls du die Regelungen nicht korrekt beachtet hast, sei es auch unwissentlich. Uninformiertheit wertet eine Versicherung als grobe Fahrlässigkeit.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] Gero Gerber: Brandmeldeanlagen: Planen, Errichten, Betreiben. Hüthig & Pflaum, München/Heidelberg 2009


[2] Heinz Luck (Hrsg.): Proceedings der 14. Internationalen Konferenz über Automatische Branderkennung (AUBE’09). Universität Duisburg-Essen 2009


[3] http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/rauchmelder-star-datenschutz-streit-ueber-funk-rauchmelder-a-1064719.html


[4] https://vds.de/


[5] http://www.ekritik.de/html/ubersicht_-_rauchmelderpflicht.html

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