Überwachungskameras

Du willst ab nun für mehr Sicherheit zu Hause sorgen? Du willst sowohl dein Eigentum schützen, als auch dich und deine Familie? Dann solltest du dir über den Kauf einer Überwachungskamera Gedanken machen. Eine Überwachungskamera hat den großen Vorteil, dass diese mit ihrer bloßen Anwesenheit schon erschreckend wirkt. Außerdem kann diese 24 Stunden, 7 Tage die Woche der Überwachung dienen und im Falle eines Einbruches auch der Polizei bei Ermittlungen dienen. Gibts es alternative Methoden zur Überwachungskameras? Welche verschiedenen Arten von Überwachungskameras gibt es für dich zu erwerben?

Antworten auf die meist gestellten Fragen findest du hier im großen Überwachungskamera Test 2019. Wir stellen dir verschiedenen Überwachungskameras vor, um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern. Außerdem findest du in unserem Ratgeber hilfreiche Tipps und Tricks, wann und wo das Anbringen solch einer Kamera erlaubt ist. Egal für welche Art von Überwachungskamera du dich entscheidest, wir klären dich über die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Kameras auf.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Überwachungskameras unterscheiden sich in Bautyp und Funktionsumfang. Je nach gewünschtem Zweck der Kamera sind verschiedene Eigenschaften des jeweiligen Produkts besonders wichtig.
  • Überwachungskameras dienen in erster Linie dem Schutz des persönlichen Eigentums oder dem Schutz von Personen. Dabei bieten die verschiedenen Typen sowohl Vor-, als auch Nachteile.
  • Beim Einsatz von Überwachungskameras muss sich an die vom Gesetzgeber festgelegten Regelungen gehalten werden. Diese Vorschriften gelten sowohl bei privater, als auch bei gewerblicher Nutzung.

Überwachungskamera Test: Favoriten der Redaktion

Die beste klassische Überwachungskamera

Die um 350°/100° schwenkbare Kamtron Überwachungskamera verfügt über eine Bewegungserkennung, Nachtsicht und Zwei-Wege-Audio. Dabei ermöglicht die Kamera eine Remote Live Video Streaming über ein Tablet, eine PC App oder ein Smartphone. Die Kamera ist mit ausgezeichneter HD720P Qualität ausgestattet, wobei die Super IR LED für optimale Nachtsicht sorgt.

Kunden schätzen besonders die einfache Einrichtung der Überwachungskamera über die empfohlene APP und das schnelle Umschalten der Kamera in den Nachtmodus. Die einfache Handhabung, die qualitativ hochwertigen Aufnahmen und der einwandfreie Bewegungsmelder punkten ebenso.

Die beste Alexa-kompatible Überwachungskamera

Die HiKam S6 Überwachungskamera sorgt für ein sicheres Zuhause, da sie sich einfach über das heimische WLAN, über Mobilfunk (LTE, 4G, 3G) oder ein anderes WLAN aus der ganzen Welt mit der Überwachungskamera HiKam S6 verbinden lässt. Zudem weist die Kamera einen Infrarotscheinwerfer auf.

Die Überwachungskamera S6 von HiKam mit kostenloser Cloud Speicherung unterscheidet ohne Problem Gegenstände von Personen. Treffsicher gibt die Kamera die Informationen in Bruchteilen von Sekunden per E-Mail oder an das Smartphone weiter. Die Daten werden auf die HiKam-Cloud, auf der SD-Karte oder auf NAS-System gespeichert, um Ereignisse nachvollziehen zu können.

Die beste Überwachungskamera im Mini-Format

Die tragbare NIYPS Full HD 10180P Überwachungskamera weist eine Bewegungserkennung und Infrarot Nachtsicht auf. Zudem ist mit der Mini-Überwachungskamera eine Multi-Winkel Installation möglich. Dabei nimmt die Kamera durch ihren 1920X10180P HD 30 Bilder pro Sekunde auf.

Kunden sind von der Unauffälligkeit, der Bildqualität und der Bewegungserkennung der Mini-Überwachungskamera begeistert und loben zudem die einfache Konfiguration der Kamera. Ebenso wird die Kapazität, der Ton und die Reaktionsgeschwindigkeit der Kamera von Käufern als positiv bewertet, die auch die Akkulaufzeit als ausreichend bewerten.

Die beste Outdoor-Überwachungskamera

Die Victure 10180P Überwachungskamera eignet sich durch ihre wasserdichte Konstruktion optimal für den Außenbereich. Dabei verfügt die Outdoor-Überwachungskamera über ein Zwei-Wege-Audio, eine Bewegungserkennung und Infrarot Nachtsicht. Die Aufnahmen der Kamera, die einen Betrachtungswinkel von 120° aufweist, können über die empfohlene APP betrachtet werden.

Die einfache und schnelle Montage und Konfiguration der Kamera stoßen bei Käufern auf Begeisterung, die zudem den Winkel und die Auflösung der Bildqualität als besonders positiv bewerten. Das einwandfreie Funktionieren der Nachtsicht und des Bewegungsalarms punktet bei Kunden ebenso.

Die beste PTZ-Überwachungskamera

Die Dericam 1080P PTZ-Überwachungskamera verfügt über eine Nachtsicht von bis zu 30 Metern und einen Betrachtungswinkel von 90°. Dabei ist die Kamera wetterfest und somit auch für den Außenraum geeignet. Der 4x optische Zoom, das Zwei-Wege-Audio und das Autofokus-Zoomobjektiv mit 2,7-13,5mm ermöglichen optimale Aufnahmen.

Die einfache Montage und Installation stoßen bei Kunden neben den zahlreichen Funktionen auf Begeisterung. Die 360° Rotation und die ausreichende Bildqualität begeistern Käufer ebenso, die zudem den Ton und die Nachtsicht der Überwachungskamera loben.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Überwachungskamera kaufst

Wieviel kostet eine Überwachungskamera?

Je nach Bautyp und Funktionsumfang unterscheiden sich Überwachungskameras in ihrem Preis. Günstige Kameras sind schon für einen niedrigen zweistelligen Betrag zu haben, während für Profikameras teilweise mehrere tausend Euro fällig werden.

Eine einfache Minikamera kann man schon für ca. 20 Euro käuflich erwerben. Sie bietet damit eine besonders günstige Möglichkeit der Videoüberwachung. Dome Kameras sind ab ca. 80 Euro erhältlich. Je nach Qualität und Umfang gibt es auch Dome Kameras in höheren Preisklassen bis zu 1.500 Euro.

Hier empfehle ich dir, dein Budget nach dem Wert der zu schützenden Objekte zu richten. PTZ Kameras bewegen sich im oberen Preissegment. Hier gibt es vergleichsweise günstige Modelle ab ca. 150 Euro. Profi Geräte kosten teilweise über 3.000 Euro.

Typ Preis
Mini Kamera ab ca. 20 Euro
Dome Kamera ab ca. 80 Euro
PTZ Kamera ab ca. 150 Euro

Generell sollten vor allem die Ausstattung der Kamera und der gewünschte Verwendungszweck ausschlaggebende Kriterien für dich sein, wieviel du in deine Überwachungskamera investieren willst.

Wo kann man eine Überwachungskamera kaufen?

Überwachungskameras kannst du bei Fachhändlern, in Elektrogeschäften, in Baumärkten oder teilweise auch in Supermärkten kaufen. Zusätzlich zum stationären Handel gibt es auch die Möglichkeit, Überwachungskameras bei Online-Händlern zu kaufen.

Diese bestechen oft durch eine größere Produktauswahl und niedrigere Preise. Hersteller von Überwachungskameras bieten zudem fachkundige Beratungen an, um die beste Überwachungskamera für deine Zwecke zu ermitteln.

Unseren Recherchen zufolge werden die meisten Überwachungskameras in Deutschland derzeit über die folgenden Shops und Märkte verkauft:

  • Amazon
  • Ebay
  • Conrad
  • Saturn
  • Media Markt
  • Pearl
  • Obi
  • Hornbach
  • Lidl
  • real
  • Otto

Kann man eine Überwachungskamera auch mieten?

Ja, du kannst eine Überwachungskamera und sogar ein ganzes Überwachungssystem mieten – allerdings abhängig vom Standort der Verleihfirma.

Verschiedene Sicherheitsfirmen oder auch Detekteien vermieten Überwachungskameras oder Videoüberwachungssysteme. Besonders professionelle Überwachungssysteme sind sehr teuer in der Anschaffung.

Das Leasing ist eine günstige Möglichkeit, wenn du nur eine zeitlich begrenzte Videoüberwachung anstrebst. Sicherheitsfirmen gibt es in nahezu jeder Stadt, erkundige dich daher am besten vor Ort ob die Möglichkeit besteht, eine Überwachungskamera zu mieten.

Worin liegen die Vorteile einer Überwachungskamera?

Eine Überwachungskamera ist natürlich nicht zwingend notwendig, um ein Objekt oder einen Ort zu schützen. Allerdings hast du sicherlich weder Lust, noch Zeit, dich persönlich 24 Stunden am Tag um die Überwachung einer Sache zu kümmern.

Wir möchten dir im Folgenden die größten Vorteile einer Überwachungskamera nennen:

  • Schreckt oft durch bloße Anwesenheit ab
  • Überwacht zuverlässig
  • Überwachung kann rund um die Uhr erfolgen
  • Kann im Falle einer Straftat den Ermittlungen der Polizei dienen

Das folgende Szenario gibt es in Deutschland häufiger, als du vielleicht glaubst. Man kommt aus dem Urlaub nach Hause und die Wohnung oder das Geschäft wurden ausgeraubt.

Wertgegenstände aller Art sind verschwunden – und mit ihnen wahrscheinlich auch die Täter. Eine Überwachungskamera hätte sie womöglich bereits durch ihr bloßes Vorhandensein abgeschreckt. Im Schadensfall kann sie der Polizei wertvolle Hinweise liefern.

Wir halten Überwachungskameras deshalb für einen hilfreichen Gegenstand, um sich dauerhaft gegen Einbrüche, Diebstahl, Vandalismus oder Ähnlichem zu schützen. Der Wert der gestohlenen oder beschädigten Gegenstände steht meist in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten einer einfachen Überwachungskamera.

Wo und wann ist der Einsatz einer Überwachungskamera erlaubt?

Der Einsatz einer Überwachungskamera ist an gesetzliche Vorgaben gebunden. Diese hängen davon ab, wo und für welchen Zweck du eine Überwachungskamera installieren willst.

Möchtest du eine Überwachungskamera zu Hause nutzen, so sind einige Dinge zu beachten. Grundsätzlich ist die Innenüberwachung deines Hauses oder deiner Eigentumswohnung problemlos möglich.

Allerdings solltest du Gäste darauf hinweisen, dass du dein Heim videoüberwachst. Ansonsten verletzt du das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“. Das bedeutet, dass jede Person selbst entscheiden darf, wann und wie Dinge des persönlichen Lebens offenbart werden.

Wenn du die Kamera außen an deinem Haus anbringst musst du ein paar weitere Dinge berücksichtigen. Achte darauf, dass du wirklich nur dein Grundstück filmst – Überwachung von Straßen oder öffentlichen Gehwegen ist nicht erlaubt.

Ebenso solltest du sicherstellen, dass deine Kamera kein Nachbargrundstück erfasst. Dabei zählt übrigens auch die bloße Vermutung des Nachbarn, du könntest sein Grundstück filmen, als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht.

Achte deshalb vor allem bei schwenkbaren 360 Grad Kamera darauf, dass du unter keinen Umständen das Nachbargrundstück erfassen könntest. Diesen Nachweis musst du auch deinem Nachbarn erbringen. Wir empfehlen dir deshalb, für den Zweck der Grundstücksüberwachung mit einer Outdoorkamera auf die Schwenkfunktion zu verzichten.

Outdoor-Überwachungskamera

Bei der Nutzung von Outdoor-Überwachungskameras musst du darauf achten, dass du die Privatsphäre deiner Nachbarn nicht störst. (Foto: Neurolink / pixabay,com)

Solltest du Mieter in einem Mehrfamilienhaus sein, so ist die Videoüberwachung nur in der eigenen Wohnung zulässig. Das Anbringen einer Überwachungskamera im gemeinschaftlichen Treppenhaus ist beispielsweise nicht gestattet, solange nicht ALLE Bewohner dieser Maßnahme zugestimmt haben.

Aus gewerblicher Sicht gelten die gleichen Bestimmungen, wie für die Videoüberwachung zu Hause. Wichtig ist hierbei ebenfalls der Hinweis für Kunden und Mitarbeiter, dass eine Videoüberwachung stattfindet. Solltest du in Betracht ziehen, bestimmte Bereiche deines Unternehmens zu überwachen, so sind weitere Bedingungen zu beachten.

Wichtig ist, dass die Verhältnismäßigkeit der Videoüberwachung gegeben ist. Eine Überwachung des Tresorraums ist beispielsweise mit den hohen Geldbeträgen, welche sich darin befinden, zu begründen. Eine Dauerüberwachung von Tresen oder der Kasse ist nicht verhältnismäßig und sollte daher unterbleiben.

Absolut tabu ist die Überwachung von Toiletten, Umkleideräumen oder sonstigen Orten, an denen Personen ihre Intimsphäre preisgeben.

Für Kamera-Attrappen gelten übrigens dieselben Regelungen, wie für echte Kameras. Das heißt, auch wenn es sich nur um eine Attrappe handelt darfst du diese niemals außerhalb der gesetzlichen Bestimmungen einsetzen!

Das Speichern der Videoaufnahmen sollte generell auf wenige Tage beschränkt werden (Faustregel: 72 Stunden). Ausnahme ist das reine Filmen des Privatgrundstücks, hierbei greift keine besondere gesetzliche Löschungsfrist.

Letztlich sei noch angemerkt, dass die Videoüberwachung gesetzlich ein umstrittenes Thema ist. Oft werden Urteile auf den Einzelfall bezogen gefällt, pauschale Aussagen zur Erlaubnis von Kameras sind deshalb nur begrenzt möglich.

Stiftung WahrentestSteuern und Recht

Die Aufnahmen bei einem Einbruch dürfen nicht ohne weiteres in das Internet gestellt werden, um Hinweise zu erlangen.Hier würde man in das Persönlichkeitsrecht des Täters eingreifen und dieser kann anschließend Schadenersatz klagen und das Video vom Internet nehmen lassen.

(Quelle: www.test.de)

Welche Alternativen gibt es zu einer Überwachungskamera?

Die Alternativen zu Überwachungskameras sind stark begrenzt. Technische Alternativen sind so gut wie nicht vorhanden. Einige Personen greifen deshalb auf Hunde oder Wachpersonal zurück oder setzen diese unterstützend ein.

Eine mögliche Alternative zur Überwachungskamera wäre beispielsweise ein Wachhund. Dieser würde sich zumindest zum Schutz des eigenen Grundstücks eignen.

Für Geschäfte wäre eine menschliche Lösung in Form von Wachpersonal eine Alternative. Sicherheitsleute können kaum permanent das ganze Geschäft im Blick haben, dafür können Sie im Falle eines bemerkten Diebstahls aktiv eingreifen.

Überwachungskameras zeichnen dagegen lediglich die Tat auf, können aber nicht intervenieren. Wiederum fehlt bei „lebendigen“ Überwachungsmöglichkeiten die Dokumentationsfunktion in Form von gespeicherten Aufnahmen. Für die Überwachung von Geschäften eignet sich daher die Kombination aus Livekameras und Wachpersonal besonders gut.

Wie funktioniert eine Überwachungskamera?

Überwachungskameras funktionieren grundsätzlich wie jede herkömmliche Kamera. Sie filmen durch ein Objektiv und übertragen das Gefilmte live und/oder auf ein Speichermedium. Es gibt jedoch einige Unterschiede in Art und Weise und Umfang der Funktionen.

Zunächst lassen sich Überwachungskameras in analoge und IP Kameras unterscheiden.

Bei analogen Kameras erfolgt die Übertragung über ein Kabel (meistens ein Koaxialkabel) auf ein TV-Gerät. Theoretisch kann dann mithilfe eines HDMI Kabels das übertragene Bild auf einen PC oder ein Notebook weitergeleitet werden.

Die Aufzeichnung erfolgt in der Regel durch einen Digitalrekorder. Zusätzlich benötigt die analoge Überwachungskamera eine Stromversorgung, die über ein Netzteil bereitgestellt wird.

Eine IP Kamera (oder Netzwerkkamera) kann über eine Internetverbindung in ein bestehendes Netzwerk integriert werden. Du kannst sie entweder als WLAN Kamera installieren oder direkt per LAN Kabel mit deinem Router verbinden.

In beiden Fällen registriert man die Kamera im Netzwerk, wodurch sie als Gerät eingetragen wird und eine eigene IP Adresse erhält (daher der Name).

Anschließend kann man auf die Kamera zugreifen. Dies geschieht entweder direkt im Webbrowser oder über die mitgelieferte IP Kamera Software.

Das Aufzeichnen erfolgt meistens über die Festplatte des PCs oder die kamerainterne SD Karte. Ein zusätzlicher Rekorder bietet sich ebenfalls als Variante an. Die Stromversorgung erfolgt entweder durch ein Netzteil oder POE („Power over Ethernet“).

Weiterhin erlauben verschiedene Überwachungskameras eine Nutzung über das Mobilfunknetz (sogenannte GSM Kameras). Hierbei können Bilder direkt auf das Smartphone oder das Tablet übertragen werden. Zugriff auf die Kamera bietet eine meist vom Hersteller mitgelieferte App.

Für den nächtlichen Einsatz eignen sich Überwachungskameras mit Infrarot Funktion (auch IR Kamera genannt). Dabei wird die Kamera durch Infrarot-LEDs oder Infrarot Scheinwerfer unterstützt. Die Kamera liefert dann ein Schwarzweiß-Bild an das angeschlossene Endgerät und ermöglicht so eine Videoüberwachung auch bei vollkommener Dunkelheit.

Einige Kameras sind mit einem Bewegungssensor ausgestattet. Dieser sorgt dafür, dass die Kamera erst mit dem Aufzeichnen beginnt, wenn sie Bewegungen in ihrem Einsatzbereich wahrnimmt, und das sich bewegende Objekt gegebenenfalls verfolgt.

Optional können solche Überwachungskameras dann zusätzlich einen Alarm auslösen, wenn der Bewegungsmelder reagiert.

Nicht zu verwechseln mit dem Bewegungssensor der Kamera ist die Bewegungserkennung im Rekorder. Diese Funktion bieten nahezu alle Überwachungskameras mit Aufzeichnungsfunktion. Stell dir vor, du überwachst 2 Wochen lang deine Wohnung während du im Urlaub bist.

Hättest du Lust, dir 336 Stunden Videomaterial anzusehen, um zu prüfen ob etwas vorgefallen ist? Deshalb erkennt die Kamera automatisch, wenn sich etwas im Bild bewegt und vermerkt dies im Film auf dem Rekorder. So können die Nutzer sofort sehen, zu welchen Zeiten die Kamera eine Bewegung registriert hat.

Welche Auflösung sollte eine Überwachungskamera haben?

Die gewählte Auflösung der Überwachungskamera sollte dem Zweck gerecht werden, für den sie gekauft wurde. Grundsätzlich kann zwischen SD (Standard Definition), HD (High Definition) und 4K (Ultra-HD) unterschieden werden.

Eine Überwachungskamera mit SD Auflösung ermöglicht das einfache Erkennen von Objekten oder Handlungen. Probleme treten allerdings auf, wenn Details wichtig sind. Hierfür ist die SD Auflösung oft zu niedrig.

Besser zur Erkennung von Feinheiten geeignet ist eine Überwachungskamera mit HD. Diese liefert auch beim Heranzoomen mit beispielsweise einer PTZ Kamera gestochen scharfe Bilder. Eine HD Kamera wird in der Bildqualität nur noch von einer 4K Kamera übertroffen.

Die auch als Ultra HD bezeichnete Auflösung macht sogar Piercings und kleinste Tattoos erkennbar und ist bei Ermittlungen eine große Hilfe bei der Identifizierung der Täter und der Aufklärung der Straftat.

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Wusstest du, dass die ersten Überwachungskameras mit analogen Systemen ausgestattet wurden?

Damals wurde für die Aufnahme ein Videorekorder verwendet, der auch noch häufig gewartet werden musste.

Sollte ich ein Überwachungskamera Set kaufen?

Ein Überwachungskamera Set macht besonders dann Sinn, wenn du mehrere Bereiche gleichzeitig überwachen willst. Zusätzlich bietet ein Set den Vorteil, dass meistens alle Geräte kompatibel zueinander sind und es günstiger ist, als alle Teile einzeln zu kaufen.

Ein Überwachungskamera Set besteht zumeist aus einer bestimmten Anzahl an Kameras, einem passenden Rekorder zur Aufzeichnung und dem notwenigen Zubehör (wie Kabel) zur Installation des Überwachungssystems.

Die Zahl der Kameras unterscheidet sich je nach Set. Es gibt Sets mit nur zwei Kameras, einige Profi Hersteller bieten sogar Sets mit 20 Kameras an.

Solltest du also mehrere Bereiche überwachen wollen, könnte ein Videoüberwachungsset eine gute Lösung für dich sein. Wir empfehlen dir allerdings darauf zu achten, dass die angebotenen Gegenstände im Set zueinander kompatibel sind. Informiere dich dazu am besten vor dem Kauf beim jeweiligen Anbieter.

Entscheidung: Welche Arten von Überwachungskameras gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich können Überwachungskameras nach ihrer Bauweise oder nach ihrer Funktion unterschieden werden. Wenn du dich für die unterschiedlichen Funktionsweisen interessierst, kannst du weiter unten im Ratgeber nachschauen. Die gängigsten Bautypen sind:

  • „Klassische“ Überwachungskamera
  • Dome Kamera
  • Mini Kamera
  • PTZ Kamera

Jeder Bautyp hat seine eigenen Vorteile und Nachteile – abhängig davon, wo und wofür du die Überwachungskamera einsetzen willst.

Ob zu Hause oder in der Firma, ob innen oder außen, ob tagsüber oder nachts – die Einsatzmöglichkeiten von Überwachungskameras sind vielfältig.

Wir möchten dir deshalb im Folgenden dabei helfen, die optimale Überwachungskamera für deine Zwecke zu finden. Dafür stellen wir zunächst die oben genannten Bautypen genauer vor und zeigen dir die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Was ist eine „klassische“ Überwachungskamera und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die klassische Überwachungskamera ist auffällig und sofort erkennbar. Ihr Vorteil liegt in ihrer Offensichtlichkeit, die eine abschreckende Wirkung hat.

Es handelt sich hierbei um eine Kamera in einem Gehäuse, meistens an einem schwenkbaren Arm montiert. Diese Art Überwachungskamera kennst du vermutlich von den meisten Symbolen, die auf Videoüberwachung an einem Ort hindeuten.

Sie wird besonders oft an öffentlichen Plätzen oder von Firmen genutzt, die ihr Gelände schützen möchten. Für die Innen-Überwachung ist sie aufgrund ihrer Prominenz eher nicht geeignet.

Vorteile
  • Abschreckende Wirkung
  • Durch Gehäuse vor Wetter geschützt
  • Individuell ausrichtbar
Nachteile
  • Überwachungsbereich begrenzt
  • Überwachter Bereich leicht zu erkennen
  • Schlecht gegen Vandalismus geschützt

Klassische Überwachungskameras sind meistens statisch installiert. Das bedeutet, sie überwachen ständig nur genau den Ort, auf den sie ausgerichtet wurden. Das hat den Vorteil, dass potenzielle Täter vom Begehen einer Straftat in diesem Bereich abgeschreckt werden.

Klassische Überwachungskamera

Klassische Überwachungskameras nehmen meist nur einen bestimmten Standpunkt auf. Sie sollen hauptsächlich zur Abschreckung dienen. (Foto: pixabay / pexels.com)

Allerdings ist leicht zu erkennen, wohin die Überwachungskamera zeigt. Du solltest daher bei der Verwendung einer solchen Kamera darauf achten, dass kein toter Winkel entsteht. Eventuell sind zur vollständigen Überwachung eines Ortes mehrere Kameras dieser Bauart notwendig.

Was versteht man unter einer Dome Kamera und welche Vorteile und Nachteile bringt sie mit sich?

Eine Dome Kamera kennst du wahrscheinlich am ehesten aus dem Supermarkt oder aus öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bezeichnung kommt von dem englischen Begriff „dome“, was auf Deutsch übersetzt „Kuppel“ bedeutet und auf die Bauform dieser Überwachungskamera hindeutet.

Die Dome-Kamera verbirgt sich hinter einer halbrunden Kuppel, deren Glas oft dunkel getönt ist. Für die Innenüberwachung wird die Kuppel mit einem Gehäuse aus Kunststoff hergestellt. Für die Outdoor Anwendung werden die Kameras zum besseren Schutz meist mit einem Metallgehäuse versehen.

Vorteile
  • Ausrichtung nicht erkennbar
  • Flexibel einsetzbar
  • Besser gegen Vandalismus geschützt
Nachteile
  • Vergleichsweise teuer
  • Schlecht für Nachtsicht geeignet
  • Hoher Installationsaufwand

Dome Kameras haben eine noch größere Abschreckungswirkung als klassische Überwachungskameras. Durch die Tönung der Scheibe ist nicht zu erkennen, wohin die Kamera ausgerichtet ist.

Das ist ein Vorteil, der das Risiko, bei einer Straftat gefilmt zu werden, deutlich erhöht. Durch das zurückhaltende Design können Dome Kameras sehr gut sowohl innen, als auch außen eingesetzt werden. Die Kuppel schützt die Kamera zusätzlich vor Manipulation und Vandalismus.

Wie sieht eine Mini Kamera aus und welche Vorteile und Nachteile hat dieser Bautyp?

Wie ihr Name schon verrät ist die Mini Überwachungskamera sehr klein. Sie wird vorrangig zur verdeckten Videoüberwachung oder als Türkamera verwendet. Oft werden Minikameras in gewöhnliche Gegenstände eingebaut. Beliebte Minikamera-Verstecke sind beispielsweise Kugelschreiber, Rauchmelder oder Uhren.

Vorteile
  • Sehr gut getarnt
  • Preisgünstig
  • Einfach zu verwenden
Nachteile
  • Stark begrenzter Überwachungsraum
  • Wenig flexibel in der Ausrichtung
  • Oft nur niedrige Auflösung

Minikameras eignen sich besonders gut zur verdeckten Videoüberwachung. Sie befinden sich größtenteils in der unteren Preiskategorie und sind deshalb optimal für Personen mit geringem Budget.

Die Tarnung ist abhängig von dem Gegenstand, in welchem sich die Kamera befindet. Deshalb ist diese Art der Überwachungskamera vor allem für den heimischen Einsatzbereich oder die Firma geeignet. Bitte beachte beim Einsatz von versteckten Kameras die dazu geltenden gesetzlichen Vorschriften!

Was ist eine PTZ Kamera und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Eine PTZ Kamera ist eine steuerbare Kamera. PTZ ist eine englische Abkürzung und steht für „pan“ (dt.: schwenken), „tilt“ (dt.: neigen) und „zoom“ (dt.: vergrößern).

Solche Überwachungskameras können entweder manuell oder automatisch bestimmte Objekte oder Personen erfassen und verfolgen. Der Überwachungsbereich und die Größe des Bildausschnitts können durch die PTZ Funktion jeder Situation angepasst werden.

Vorteile
  • Besonders geeignet für Live-Überwachung
  • Großer Funktionsumfang
  • Kann automatisch Ziele erfassen und verfolgen
Nachteile
  • Sehr teuer
  • Erfordert oft zusätzliches Personal zum Bedienen der Kamera

Die PTZ Kamera eignet sich vorrangig für ständig bewachte Plätze oder Objekte, bei denen das Wachpersonal die Kamera auf bestimmte Personen oder Ereignisse ausrichten kann.

Solche Überwachungskameras können auch eine Autotracking Funktion besitzen. Das bedeutet, sie erkennen automatisch Personen oder Bewegungen und richten ihren Fokus optimal danach aus.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Überwachungskameras vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Überwachungskameras vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Gerät für dich eignet oder nicht.

Die wichtigsten Kriterien sind:

  • Einsatzgebiet
  • Größe der Kamera
  • Verbindungstyp
  • Nachttauglichkeit
  • Auflösung / Reichweite / Blickwinkel
  • Installationsaufwand
  • Bewegungserkennung
  • Alarm
  • Mikrofon

Im Folgenden werden die einzelnen Kriterien genauer erläutert, sodass du einen Eindruck gewinnst, worauf du beim Vergleichen der Kameras achten solltest.

Einsatzgebiet

Klassischerweise werden Überwachungskameras in Modelle für den Indoor und in Modelle für den Outdoor Gebrauch unterschieden. Dennoch gibt es auch einige Kameras, die für beide Einsatzbereiche geeignet sind.

Minikameras sind zum Beispiel aufgrund ihrer Größe, ihres geringen Bildwinkels und ihrer Empfindlichkeit in aller Regel nur in der Innenüberwachung im Einsatz.

Klassische Kameras sind aufgrund ihrer Größe und ihrer Robustheit meistens in der Außenüberwachung zu sehen. Je nachdem, welchen Einsatzbereich du überwachen willst, solltest du darauf achten, dass die Kamera auch für den jeweiligen Bereich ausgestattet ist.

In der Außenüberwachung ist es besonders wichtig, dass die Kamera gut gegen Wetter und gegen möglichen Vandalismus geschützt ist.

Ueberwachungskamera mit WLAN

Überwachungskameras gibt es auch mit einer kabellosen WiFi-Verbindung.

Größe der Kamera

Überwachungskameras kannst du, wie bereits erläutert, durch ihren Bautyp unterscheiden. Dabei spielt auch die Größe der Kamera eine wichtige Rolle, denn eine Minikamera ist zum Beispiel wesentlich kleiner als eine klassische Überwachungskamera.

Die Größe deiner Überwachungskamera sollte sich mit dem Zweck vertragen, den sie in deinem Gebrauch erfüllen soll. Möchtest du beispielsweise eine Kamera, die offenkundig sichtbar ist und abschreckend wirken soll? Dann wäre eine klassische Außenkamera das richtige für dich.

Willst du dagegen deine Wohnung überwachen, aber eine klassische Kamera ist einfach viel zu prominent und passt so gar nicht zu deiner Einrichtung? Dann ist der Bautyp „Minikamera“ eine unauffällige Lösung für dich.

Hierbei sei noch angemerkt, dass es durchaus auch kleine klassische Kameras gibt. Verlasse dich deshalb nicht nur auf die gewöhnliche Größe der verschiedenen Bautypen, sondern achte bei der Auswahl deiner Überwachungskamera auf die vom Hersteller angegeben Maße!

Verbindungstyp

Überwachungskameras können mit einer Netzwerkfunktion ausgestattet sein, was sie für den Betrieb über das Internet eignet. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit der analogen Verbindung, die meist über ein Koaxialkabel erfolgt.

Die oft als Netzwerkkameras bezeichneten Überwachungskameras mit Internetfunktion stellen über W-LAN eine Verbindung zu deinem Router her. Dort werden sie als Gerät registriert und du kannst dir die Livebilder der Kameras zum Beispiel über deinen Browser ansehen. Einige Kameras lassen sich auch mit einem LAN Kabel an den Router anbinden.

Der Vorteil bei IP Kameras ist die Möglichkeit, die Bilder auch über das Smartphone oder Tablet von unterwegs abrufen zu können. Die Qualität der Verbindung ist allerdings sehr stark von deiner Netzwerkleitung und der Übertragungsrate abhängig.

Es kann vorkommen, dass entweder die Überwachungskamera selbst dein Netz ausbremst, oder sie aufgrund anderer Geräte in deinem Netzwerk nur eine schlechte Verbindung herstellen kann.Du solltest dich daher informieren, ob du über ausreichend Netzwerkkapazität für eine Netzwerkkamera verfügst.

Analoge Verbindungen sind in der Regel sehr stabil, bieten allerdings weniger Spielraum für das Abrufen der Überwachungsbilder auf externen Endgeräten.

Die Performance einer IP-Kamera hängt maßgeblich von dem Netzwerk ab, mit welchem sie verbunden wird. Achte deshalb darauf, dass dein Netzwerk ausreichend schnell und nicht überlastet ist, damit deine Kamera optimal funktionieren kann.

Nachttauglichkeit

Die meisten Überwachungskameras auf dem Markt sind mit Infrarot ausgestattet. Das ermöglicht eine Überwachung auch bei Dunkelheit. Es gibt allerdings Unterschiede, wie gut eine Kamera für den Einsatz bei Nacht geeignet ist.

Es gibt Überwachungskameras, die speziell für den Einsatz bei Dunkelheit gebaut sind. Diese büßen in der Regel weder an Qualität der Bilder, noch an Reichweite ein, wenn die Kamera vom Tag- in den Nachtmodus schaltet.

Solltest du also bevorzugt bei Nacht oder im Dunkeln überwachen wollen, empfehlen wir dir eine Überwachungskamera mit leistungsstarken Infrarot-LEDs.

Wenn dein Fokus nicht auf der nächtlichen Überwachung liegt, solltest du trotzdem darauf achten, dass die Kamera in der Dunkelheit auch erkennbare Bilder liefert. Wie gesagt sind die meisten Kameras mit einer Nachtfunktion ausgestattet, es kommt aber nicht nur auf das Vorhandensein, sondern auch auf die Qualität der gelieferten Bilder an.

Auflösung / Reichweite / Blickwinkel

Die Auflösung einer Überwachungskamera beeinflusst maßgeblich die Bildqualität. Der Begriff Reichweite wird von Herstellern meistens mit zwei konkreten Werten angegeben – Nachtsicht Reichweite und empfohlene WLAN Reichweite. Der Blickwinkel einer Kamera legt fest, wie breit der Bereich ist, den die Kamera erfasst. Er wird in Grad gemessen.

Die verschiedenen Auflösungen haben wir bereits im Ratgeberteil erläutert. Solltest du einen Raum oder einen Ort überwachen, bei dem sich Personen auch relativ weit weg von der Überwachungskamera aufhalten könnten, so ist es wichtig, dass die Auflösung hoch genug ist, um diese trotzdem noch zu erkennen.

Je nachdem wie detailliert du die Person oder das Objekt erkennen möchtest, kannst du auf eine HD oder sogar Full HD Kamera zurückgreifen.

Die Nachtsicht Reichweite gibt an, in welcher Entfernung Objekte oder Personen mithilfe der Infrarot-LEDs noch gut erkennbar sind. Die empfohlene WLAN Reichweite bezeichnet die maximale Distanz, die der Hersteller zwischen Router und Kamera empfiehlt, sodass die Verbindung noch stabil bleibt.

Der Blickwinkel einer Kamera legt fest, welcher Bereich dabei überhaupt von ihr eingefangen wird. Es gibt Weitwinkelkameras, die einen Überwachungsbildwinkel von bis zu 180 Grad aufweisen.

In der Regel liegt der Blickwinkel einer Kamera zwischen 30 und 80 Grad. Je höher der Blickwinkel, desto mehr fängt die Kamera ein. Wenn du einen sehr großen Raum überwachen willst, bieten sich Überwachungskameras mit Weitwinkel an.

Dabei solltest du darauf achten, dass auch die Auflösung der Kamera hoch genug ist, um gute Bilder im gesamten Überwachungsbereich zu liefern.

Installationsaufwand

Wie aufwändig die Installation einer Überwachungskamera ist, ist sicherlich teilweise ein subjektives Kriterium. Es gibt aber dennoch Unterschiede in der Zeit und dem notwendigen technischen Knowhow, die für das Einrichten von Überwachungskameras benötigt werden.

Jeder Überwachungskamera liegt in aller Regel eine Anleitung des Herstellers bei, die dir erklärt, wie du die Kamera einzurichten hast. Einige gehen einen Schritt weiter und legen eine Software dazu, die dich per Video-Tutorial durch die Installation führt.

Noch weniger legen sogar Software bei, mit der die Kamera fast vollkommen automatisch eingerichtet und nutzbar gemacht werden kann.

Oft sind Minikameras sehr einfach zu installieren. Sie erfordern meistens keine Befestigung an Wand oder Decke und können deshalb mithilfe von bereits genannter Software sehr einfach und sehr schnell eingerichtet werden. Schwieriger gestaltet sich zum Beispiel die Installation einer Dome Kamera.

Auch wenn diese womöglich funktionell einfach über Software eingerichtet werden kann, so muss sie in der Regel fachmännisch an der Decke befestigt und verkabelt werden, wozu ein wenig handwerkliches Können gefragt ist.

Bevorzugst du also eine schnelle und unkomplizierte Installation, dann achte beim Kauf der Kamera auf beigelegte Installations-Software oder kabellose Stromversorgung (zum Beispiel durch Batterie oder Akku).

Bewegungserkennung

Die meisten Überwachungskameras sind mit einer Bewegungserkennungsfunktion ausgestattet. Das bedeutet, sie registrieren automatisch Bewegungen in ihrem Sichtfeld. Unterschiede gibt es in der Art und Weise, wie die Kamera mit der erkannten Bewegung umgeht.

Die gängigste Funktionsweise von Überwachungskameras hinsichtlich der Bewegungserkennung ist diejenige, bei der die Kamera die ganze Zeit filmt. Wird der Bewegungsmelder ausgelöst „markiert“ die Kamera dies entweder im gespeicherten Material oder sendet sofort ein Alarmsignal.

Es gibt aber auch Kameras, die wirklich erst dann mit der Aufzeichnung beginnen, wenn Bewegung im Überwachungsbereich stattfindet. Letzteres ist eher nicht zu empfehlen, da die Bewegungserkennung eine rein technische Funktion darstellt.

Fällt sie aus, würde die Kamera überhaupt nichts mehr aufzeichnen. Passiert dies im falschen Moment, hast du keinerlei Videomaterial zur Verfügung. Wir empfehlen daher beim Kauf der Kamera darauf zu achten, dass sie trotz Bewegungserkennung dauerhaft aufzeichnen und/oder Livebilder senden kann.

Alarm

Einige Überwachungskamera bieten eine Alarmfunktion. Diese sorgt entweder dafür, dass bei Bewegungserkennung direkt an der Kamera ein Alarm ausgelöst wird, oder du wirst zum Beispiel per Mail über die Bewegungserkennung informiert.

Ein Alarm direkt an der Kamera ist sinnvoll, wenn du absolut vermeiden willst, dass irgendetwas oder irgendjemand sich im Blickwinkel der Kamera aufhält. Andernfalls ist die Gefahr eines Fehlalarms sehr hoch, da der Bewegungsmelder oft relativ empfindlich ist und schon durch kleinste Bewegungen ein Alarm ausgelöst wird.

Die dezentere Variante ist die Möglichkeit, sich im Falle einer Netzwerkkamera von dieser per Mail oder App benachrichtigen zu lassen, wenn diese eine Bewegung in ihrem Bildbereich registriert. Du kannst dann gegebenenfalls direkt von deinem Smartphone, Tablet oder Notebook auf die Livebilder deiner Überwachungskamera zugreifen.

Mikrofon

Überwachungskameras werden in den meisten Fällen wegen der Bilder beziehungsweise Videos gekauft, die sie liefern können. Aber was, wenn du einen Bereich auch akustisch überwachen willst? Einige Hersteller haben dafür ein Mikrofon in ihre Kameras verbaut. Dieses zeichnet zusätzlich zu den Bildern auch den Ton im Überwachungsbereich auf.

Ein Mikrofon macht vor allem dann Sinn, wenn du an Geräuschen oder Gesprächen im Überwachungsbereich interessiert bist. Primär empfiehlt sich die Mikrofon Ausstattung bei Kameras für den Innenbereich, da Außenkameras Wind, Wetter und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, die die Tonaufnahme sehr einfach stören können.

Es gibt auch Überwachungskameras, die über eine sogenannte Gegensprechanlage verfügen. Damit kannst du persönlich durch die Kamera zu Personen sprechen, die sich im Überwachungsbereich aufhalten. Im Alarmfall stellt das eine oft effektive Möglichkeit dar, um unerwünschte Gäste schnell zu vertreiben.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Überwachungskamera

Wo werden Überwachungskameras am häufigsten eingesetzt?

Die meisten Überwachungskameras weltweit werden in Großbritannien eingesetzt (schätzungsweise zwischen 5 und 6 Millionen, Stand 2016). Generell werden Geschäfte, Supermärkte, öffentliche Plätze und Gebäude, sowie stark befahrene Kreuzungen und Verkehrswege am häufigsten überwacht.

In Deutschland wurden im Jahr 2014 Einzelhändler zum Einsatz von Videoüberwachung in ihren Geschäften befragt. Nur knapp über 9% gaben an, keine Überwachungskameras zu nutzen.

In Österreich hat sich die Zahl an Überwachungskameras in Einkaufszentren und auf öffentlichen Plätzen von 2006 bis 2013 beinahe verzehnfacht (Stand 2013 gab es ca. 1 Million eingesetzte Kameras).

Weiterhin sind öffentliche Verkehrsmittel, selbstständig arbeitende Industriemaschinen und von Wildtieren aufgesuchte Plätze häufig videoüberwacht.

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Wusstest du, dass die erste Überwachungskamera in der Zeit des Zweiten Weltkrieges erfunden wurde?

Diese wurde von Siemens hergestellt und hat den Start von A4-Rakteten dokumentiert und überwacht.

Wie installiert man eine Überwachungskamera?

Eine Überwachungskamera kannst du entweder selbst installieren, oder eine professionelle Firma beauftragen. Letztere Lösung ist allerdings oft teuer. Wir empfehlen deshalb bei einfachen Kameras den Einbau mithilfe einer Schritt-für-Schritt Anleitung.

Solche Anleitungen zum Einbau der Kamera werden oft vom Hersteller direkt beim Kauf der Kamera mitgeliefert. Solltest du zusätzliche Unterstützung bei der Installation und Einrichtung der Überwachungskamera brauchen, gibt es im Internet verschiedene Ratgeberseiten oder Videoanleitungen, die dir dabei helfen, deine Kamera fachgerecht zu installieren.

Wie tarne ich meine Überwachungskamera?

Du kannst bereits fertig getarnte Überwachungskameras im Handel erwerben. Solltest du deine Kamera im Nachhinein tarnen wollen, ist ein wenig Kreativität und handwerkliches Können gefragt.

Wie bereits beschrieben sind Minikameras die Spitzenreiter in Sachen Tarnung. Der Fantasie sind hierbei nahezu keine Grenzen gesetzt, ob Rauchmelder, Brille, Stift oder Wanduhr – die Minikamera lässt sich so gut wie keine andere Überwachungskamera für das menschliche Auge unsichtbar machen.

Schwieriger wird die effektive Tarnung bei größeren Kameras, wie zum Beispiel einer klassischen Außenkamera. Hier ist es wichtig, dass nicht nur die Kamera, sondern auch etwaige Kabel und Halterungen ebenfalls getarnt werden.

Steine oder Vogelhäuser sind Beispiele, wie man eine Überwachungskamera tarnen kann. Wichtig dabei ist, dass die Kamera durch die Tarnung nicht in ihrer Funktion beeinträchtigt wird.

Wieso sind Spinnen das größte Ärgernis für Besitzer einer Überwachungskamera?

Besonders Besitzer von Infrarot Kameras kennen das Problem: freche Spinnen weben die komplette Linse zu, sodass die Infrarot Kamera nachts blind ist und durch die Netze außerdem ständig die Bewegungserkennung ausgelöst wird.

Eine wirklich hundertprozentige Lösung dieses Problems gibt es nicht. Manche nutzen Insektenabwehrspray (bitte nicht direkt auf die Linse sprühen!), andere versuchen die Kamera durch Drahtapparaturen für die Spinnen unattraktiv zu machen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://de.ccm.net/faq/2091-wie-funktionieren-ueberwachungskameras

[2] http://de.wikihow.com/Eine-Überwachungskamera-im-Haus-installieren

Bildnachweis: pixabay / simell1968

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Erik hat Informatik studiert und bloggt über verschiedene Sicherheitssysteme. Er kennt sich nicht nur mit digitalen Sicherheitssystemen aus, sondern auch mit Schlössen und Einbruchschutz.